Der Bildungsmonitor 2007 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Rheinland-Pfalz – Verbesserung um 10,4 Punkte (2004 - 2007)
Das Land bietet Fremdsprachentraining von Klein auf
Rheinland-Pfalz
verbessert sich zwischen 2004 und 2007 um
10,4 Punkte
und belegt damit den
Dynamik-Platz 8
in der wissenschaftlichen Bildungsstudie “Bildungsmonitor 2007”, die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2007 zum vierten Mal erstellt wurde. Diese umfassende Analyse des föderalen Bildungssystems in Deutschland bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand 2005), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.
Rheinland-Pfalz schneidet bei fast allen der 13 Handlungsfelder nah am Bundesdurchschnitt ab. Beim Handlungsfeld “Internationalisierung” weist das Land eine Stärke auf. Insgesamt konnte das Bundesland sein Ergebnis weiter verbessern. Im Vergleich zu 2006 legt es um knapp 4 Punkte zu. Besonders hoch waren die Verbesserungen in den Handlungsfeldern Zeiteffizienz (+14,8), Internationalisierung (+11,0) und Förderinfrastruktur (+7,9).
Das Führungsquartett im Leistungsfähigkeitstest der Bildungssysteme bilden Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern. Eine breite Verfolgergruppe um das Saarland, Niedersachsen, Berlin, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Schleswig-Holstein sowie Brandenburg, Bremen, Sachsen-Anhalt und NRW liegt bereits oberhalb des Bundesdurchschnitts aus dem Jahr 2004. Somit zeigt sich insgesamt ein klarer Verbesserungs-Trend über alle Bundesländer hinweg. Mecklenburg-Vorpommern bildet beim Bildungsmonitor 2007 das Schlusslicht.
Einzelne Handlungsfelder im Überblick
Internationalisierung:
Im Schuljahr 2005/2006 hatten 89,6 Prozent der Grundschüler in Rheinland-Pfalz Englisch-Unterricht und knapp 12 Prozent Französisch. Rein rechnerisch wird damit im Durchschnitt jeder Schüler in der Grundschule in Fremdsprachen unterrichtet. Dieser Wert ist im Schuljahr 2005/2006 Spitze in Deutschland. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 59,3 Prozent an Grundschülern. Beim Fremdsprachenunterricht an Berufsschulen sowie beim Anteil der Bildungsausländer an allen Studierenden hat Rheinland-Pfalz hingegen noch Verbesserungspotential und schneidet unter dem Bundesdurchschnitt ab.
Integration:
Kindergärten ohne Elternbeiträge — damit machte Rheinland-Pfalz Schlagzeilen. Doch auch bei wichtigen Indikatoren zur Messung gleicher Bildungschancen konnten Fortschritte gemessen werden. Wurden im Jahr 2003 noch 820 ausländische Schulabgänger ohne Abschluss gezählt, so ist diese Zahl in 2005 auf 518 gesunken. Der Anteil der ausländischen Schulabgänger ohne Abschluss ist damit binnen zwei Jahren von 25,4 Prozent auf 15 Prozent gesunken und liegt damit erstmals unter dem Bundesdurchschnitt von 17,4 Prozent. Auch beim Anteil der ausländischen Jugendlichen mit Studienberechtigung konnte Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren deutliche Verbesserungen erreichen.
Forschungsorientierung:
Bei wichtigen forschungsrelevanten Indikatoren schneidet Rheinland-Pfalz unter dem Bundesdurchschnitt ab. So sind die eingeworbenen Drittmittel je Professor (ohne medizinische Einrichtungen) im Jahr 2005 mit 53.100 Euro die viertniedrigsten aller Bundesländer (Bundesdurchschnitt: 69.400). Ebenso sind die Zahl der Habilitationen pro 100 Professoren mit 4,1 (Bundesdurchschnitt: 5,4) sowie der Anteil der Promotionen an allen Hochschulabsolventen mit 7,6 Prozent (Bundesdurchschnitt: 11,2 Prozent) unterdurchschnittlich. Bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie bei der Drittmittelforschung weist Rheinland-Pfalz folglich den größten Verbesserungsbedarf im Vergleich der Bundesländer auf.
Das vollständige Profil als PDF-Download
Hier finden Sie alle Informationen über Rheinland-Pfalz. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.


