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Das Bestandsranking 2011

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  1. Sachsen
  2. Thüringen
  3. Baden-Württemberg
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  16. Berlin

Der Bildungsmonitor 2011 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2011 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft SachsenSachsen Platz 1

Sachsen verteidigt Platz 1 im Bildungsvergleich der Länder

Beste Förderinfrastruktur schafft gute Voraussetzungen für Bildungsgerechtigkeit +++ Folge: Geringes Ausmaß an Bildungsarmut +++ Ingenieurschmiede stärkt Wachstumsperspektiven des Geschäftsmodells Deutschland

Berlin . Sachsen steht erneut auf dem ersten Platz im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer. Das geht aus dem Bildungsmonitor 2011 hervor. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit erzielt. Sachsen lag bereits in den vergangenen Jahren auf dem Spitzenplatz.

Sachsen schneidet in den meisten der 13 untersuchten Handlungsfelder sehr gut ab. In den Handlungsfeldern Internationalisierung und Förderinfrastruktur steht das Land bundesweit an der Spitze. Stärken weist Sachsen auch bei der Schulqualität (2. Platz), der Bekämpfung von Bildungsarmut (3. Platz), der Ausgabenpriorisierung (2. Platz) und den Betreuungsrelationen (2. Platz) auf. Echte Schwächen hat Sachsen in keinem Handlungsfeld, nur bei Input- und Zeiteffizienz und der beruflichen Bildung liegt Sachsen leicht unter dem Bundesdurchschnitt.

Auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit sind Fortschritte in Sachsen erzielt worden. Im Jahr 2000 standen pro Schüler weniger Ganztagsplätze und Lehrer an Grundschulen zur Verfügung als heute. Der Anteil der Schulabbrecher war im Jahr 2000 höher, ebenso der Anteil der Jugendlichen ohne Ausbildungsreife. Bei den Abschlussprüfungen der Berufsausbildung scheiterte in 2000 ein höherer Anteil als heute und weniger junge Menschen erreichten an beruflichen Schulen eine Zugangsberechtigung zu den Hochschulen. Die Verbesserungen der Quoten führen, bezogen auf heutige Schülerzahlen, zu folgenden rechnerischen Effekten: ein Plus von 14.300 Ganztagsplätzen und 100 Lehrern an Grundschulen, zusätzlich 1.950 Jugendliche mit Ausbildungsreife und 1.050 Schüler mit einem Schulabschluss und zusätzlich 900 erfolgreiche Prüfungen in der dualen Ausbildung und 3.500 Abiturienten an beruflichen Schulen.

Fortschritte im Bildungssystem haben auch zu einer Stärkung der Wachstumskräfte im Land beigetragen. Seit dem Jahr 2000 haben rund 27.000 Jungakademiker mehr die sächsischen Hochschulen verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. Die zusätzliche Ausbildungsleistung der Hochschulen geht mit einem jährlichen Wachstumsbeitrag von rund 480 Millionen Euro einher.

Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg bilden das Spitzentrio im Bildungsmonitor 2011. Dahinter folgen Bayern und Rheinland-Pfalz. Die übrigen 11 Bundesländer liegen eng beieinander. Gegenüber dem Bildungsmonitor 2010 haben sich Mecklenburg-Vorpommern (+5,4 Punkte), Thüringen (+4,1), Berlin (+3,7), Rheinland-Pfalz (+3,2), NRW (+3,1) und Hessen (+3,0) besonders stark verbessert. Trotz aller Fortschritte bleibt die weitere Reduzierung von Bildungsarmut die zentrale Aufgabe für die Politik. Bildung entscheidet stärker denn je über Perspektiven in einer Gesellschaft und die Förderung jedes einzelnen Talents ist wichtig, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern.

Zu einzelnen bildungspolitischen Handlungsfeldern in Sachsen:

Förderinfrastruktur (BM 2011: 1. Platz); Betreuungsbedingungen (BM 2011: 2 Platz):

Um Bildungsgerechtigkeit zu ermöglichen, ist es wichtig, eine hochwertige Infrastruktur zur individuellen Förderung der Kinder aufzubauen. Zusammen mit Thüringen und Berlin weist Sachsen die höchsten Ganztagsquoten in den KITAs und Grundschulen auf. So besuchten 70,3 Prozent der Grundschüler im Jahr 2009 eine Ganztagsschule (Bundesdurchschnitt: 21,5 Prozent). Bei den Qualifikationen des Personals hat Sachsen in den letzten Jahren die stärksten Verbesserungen aller Bundesländer erreicht. Im Jahr 2010 hatte 6,1 Prozent des Personals in KITAs einen Hochschulabschluss (viertbester Wert; Bundesdurchschnitt: 3,9 Prozent). Im Jahr 2002 waren erst rund 300 Akademiker (Anteil 1,4 Prozent) in den KITAs beschäftigt. Im Jahr 2010 betrug die Zahl gut 1.800. Über alle Bildungsstufen hinweg waren im Jahr 2009 die Betreuungsrelationen (Klassengrößen, Schüler-Lehrer-Relationen) günstig.

Vermeidung von Bildungsarmut (BM 2011: 3. Platz):

Die guten Bedingungen zur Schaffung von Bildungsgerechtigkeit machen sich beim Ziel der Vermeidung von Bildungsarmut bezahlt. Bereits bei den PISA-Tests zeigte Sachsen, dass die Risikogruppen im innerdeutschen Vergleich sehr niedrig sind (Bestwert bei PISA). Beim Lesetest der KMK im Jahr 2009 konnte hingegen bezüglich der Größe der Risikogruppe nur ein Mittelfeldrang erreicht werden. Auch bei der Schulabbrecherquote im Jahr 2009 (8,6 Prozent) bestand im Bundesländervergleich noch Verbesserungspotenzial (Durchschnitt: 6,5 Prozent).

Berufliche Bildung (BM 2011: 11. Platz) und Akademisierung (BM 2011: 5. Platz):

Beim Zugang zur beruflichen Bildung erreicht Sachsen einen Mittelfeldplatz, beim Zugang zu akademischen Qualifikationen einen fünften Platz hinter den Stadtstaaten und Baden- Württemberg. Einer der wesentlichen Gründe für das nur durchschnittliche Abschneiden bei der beruflichen Bildung ist das relativ kleine Angebot an Ausbildungsstellen. In Relation zur gesamten Bevölkerung im typischen Alter standen im Jahr 2009 für 51,3 Prozent eine Ausbildungsstelle zur Verfügung (Bundesdurchschnitt: 59,5 Prozent). Aktuell dürfte sich das Angebot an Ausbildungsstellen im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs deutlich verbessert haben. Aufgrund des demografischen Wandels kehrt sich der Ausbildungsstellenmarkt um – die Betriebe bekommen Schwierigkeiten, die offenen Lehrstellen zu besetzen. Beim Zugang zu den Hochschulen punktet Sachsen durch ein großes Angebot an dualen Studiengängen (dritter Platz hinter Baden-Württemberg und dem Saarland), einem Nettozuzug an Studienanfängern aus anderen Bundesländern und der vierthöchsten Akademiker- ersatzquote (4,8 Hochschulabsolventen im Jahr 2009 pro 100 Akademiker im erwerbsfähigen Alter; Bundesdurchschnitt: 4,2).

MINT (BM 2011: 3. Platz) und Internationalisierung (BM 2011: 1. Platz):

Das Geschäftsmodell Deutschland basiert auf exportstarken Hochtechnologiebranchen. Auf 100 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure in Sachsen kamen im Jahr 2009 rund 10,5 neue Ingenieurabsolventen (zweitbester Wert hinter Thüringen) – im Bundesdurchschnitt betrug die Ersatzquote nur 6,8 Prozent. Bei mathematisch- naturwissenschaften Abschlüssen erreichte Sachsen gute Durchschnittswerte. Bei der Internationalisierung überzeugte Sachsen durch ein hohes Maß an internationalen Hochschulkooperationen und einen hohen Anteil an Berufsschülern mit Fremdsprachenunterricht (60,6 Prozent im Jahr 2009; Bundesdurchschnitt: 31,2 Prozent).

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Sachsen. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Sachsen im Bildungsmonitor 2011 der INSM

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Das Bestandsranking 2011 nach Einzelindikatoren

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Julia Saalmann
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