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Das Bestandsranking 2009

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  16. Berlin
Der Politik-Check-Schule der INSM

Der Bildungsmonitor 2009 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2009 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein Platz 14

Schleswig-Holstein erreicht beim Bildungsmonitor 2009 Rang 14

Stärken bei der Zeiteffizienz und bei der Priorität der Bildungsausgaben +++ Schwächen bei Internationalisierung, Betreuungsrelationen, Förderinfrastruktur und Akademisierung

Köln. Schleswig-Holstein fällt beim Bildungsmonitor 2009 auf Rang 14 zurück. Das Bundesland hat sich gegenüber 2008 im Durchschnitt der Handlungsfelder um 2,9 Punkte verbessert (fünftschlechteste Dynamik aller Bundesländer). Die größten Veränderungen sind in den Handlungsfeldern Zeiteffizienz (+33,1) und Akademisierung (+8,7) zu verbuchen.

Das sind Ergebnisse des Bildungsmonitors 2009, einer seit 2004 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellten Bildungsstudie. Die Analyse des föderalen deutschen Bildungssystems bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand überwiegend 2007), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Schleswig-Holstein schneidet in den 13 Handlungsfeldern unterschiedlich ab. Ein zweiter Platz bei der Zeiteffizienz und Platz 6 bei der Priorisierung der Bildungsausgaben gehören zu den Stärken. Der geringe Umfang der akademischen Ausbildung (Platz 13), die Förderinfrastruktur (Platz 13), die Betreuungsrelationen (Platz 15) und die geringe Internationalisierung (Platz 16) markieren die Schwächen des Bundeslandes.

Hinter dem Gesamtspitzenreiter Sachsen kommen Thüringen und Baden-Württemberg auf die Plätze zwei und drei. Bayern und Niedersachsen bilden das Verfolgerduo. Im Hauptfeld liegen mit geringen Abständen voneinander Bremen, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein, NRW und Berlin. Keines der Bundesländer liegt abgeschlagen zurück – seit 2004 haben sich alle im Durchschnitt der 13 Handlungsfelder verbessert. Die stärksten Veränderungen erreichen neben Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt der Stadtstaat Bremen. Die Hansestadt klettert vom 15. Platz im Jahr 2004 auf den sechsten Rang beim aktuellen Bildungsmonitor.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in Schleswig-Holstein:

Zeiteffizienz (BM 2009: 2. Platz):

In Schleswig-Holstein geht wenig Bildungszeit verloren. Der Anteil verspätet eingeschulter Kinder und die Wiederholerquoten in Grund- und weiterführenden Schulen waren 2007 geringer als im Bundesdurchschnitt. Nur fünf Bundesländer waren bereits weiter bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses. Im Jahr 2007 schrieben sich bereits 66,6 Prozent der Studienanfänger in Bachelorstudiengängen ein (Bundesdurchschnitt: 60,2 Prozent).

Ausgabenpriorisierung (BM 2009: 6. Platz):

In Relation zu den gesamten öffentlichen Ausgaben je Einwohner waren die Bildungsausgaben je Schüler im Jahr 2006 höher als im Bundesdurchschnitt. So entsprachen die Ausgaben pro Grundschüler mit 4.100 Euro genau dem Bundesdurchschnitt. Die unmittelbaren öffentlichen Ausgaben je Einwohner waren aber die niedrigsten in ganz Deutschland. Damit waren die öffentlichen Ausgaben im Jahr 2006 insgesamt deutlich sparsamer als in den anderen Bundesländern – die Ausgaben für Bildung jedoch nicht. Bildung hat damit eine hohe Priorität.

Akademisierung (BM 2009: 13. Platz):

Die Studienberechtigtenquote wurde in den letzten Jahren in Schleswig-Holstein deutlich erhöht, lag 2007 aber mit 25,5 Prozent an allgemeinbildenden Schulen und mit 14,7 Prozent an beruflichen Schulen jeweils unter dem Bundesdurchschnitt (27,9 Prozent; 16,5 Prozent). Die Relation der Hochschulabsolventen zu der akademischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter war im Jahr 2007 sehr gering – die Ersatzquote betrug 3,2 Prozent, der nach Brandenburg niedrigste Wert in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 3,8 Prozent). Gut in Schleswig-Holstein ist hingegen das hohe Angebot an dualen Studiengängen (Kombination Studium und Lehre) zu bewerten.

Betreuungsrelationen (BM 2009: 15. Platz):

Das rechnerische Verhältnis von Schülern zu Lehrern ist in Schleswig-Holstein verbesserungswürdig. An den Schulen der Sekundarstufe 1 (ohne Gymnasium) kamen im Jahr 2007 rechnerisch auf einen Lehrer rund 16,5 Lehrer. Nur in NRW waren die Relationen ungünstiger. Auch an den Gymnasien war im Jahr 2007 die Relation mit 18,3 schlechter als im Bundesdurchschnitt (17,5). Im Sekundarbereich wurde mit einer rechnerischen Betreuungsrelation von 14,8 sogar der schlechteste Wert aller Bundesländer erreicht (Bundesdurchschnitt: 13,5).

Internationalisierung (BM 2009: 16. Platz):

Der Anteil der Grundschüler (47,4 Prozent) und Berufsschüler (27,0 Prozent) mit Fremdsprachenunterricht war im Jahr 2007 geringer als im Bundesdurchschnitt (63,1 Prozent; 30,1 Prozent). Auch an den Hochschulen mangelte es an Internationalität: Der Anteil der Bildungsausländern an allen Studierenden war im Jahr 2007 mit 6,1 Prozent der zweitniedrigste nach Mecklenburg-Vorpommern (Bundesdurchschnitt: 9,3 Prozent), die Zahl der internationalen Kooperationen je Hochschule die niedrigste aller Bundesländer. Der Anteil der Gastwissenschaftler am wissenschaftlichen Personal war im Jahr 2007 mit 7,5 Prozent ebenso der geringste Wert aller Bundesländer (Bundesdurchschnitt: 14,5 Prozent).

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2009 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Ganztagsbetreuungskennzahlen, PISA-Ergebnisse, relative Bildungsabschlüsse von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Anhang). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2007: zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden auch die Ergebnisse des Bildungsmonitor 2009 zu den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Schleswig-Holstein. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Schleswig-Holstein im Bildungsmonitor 2009 der INSM

Informationen für Presse

Das Bestandsranking 2009 nach Einzelindikatoren

Klicken Sie hier, um den Zustand der Bildungssysteme in Ihrem Bundesland an Hand von 39 Einzelindikatoren zu vergleichen - von A wie Ausbildungsstellenquote bis P wie PISA-Test.

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Ronald Voigt
Telefon: 030 - 278 77 - 178

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