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Das Bestandsranking 2009

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Der Bildungsmonitor 2009 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2009 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft SaarlandSaarland Platz 7

Das Saarland erreicht beim Bildungsmonitor 2009 Rang 7

Stärken bei der Vermeidung von Bildungsarmut, der beruflichen Bildung und der Forschungsorientierung +++ Schwächen beim Ausbau der Ganztagsinfrastruktur


Köln. Das Saarland hat sich gegenüber dem Bildungsmonitor 2008 um 2,2 Punkte im Durchschnitt der Handlungsfelder verbessert und belegt 2009 Rang 7. Die größten Veränderungen sind in den Handlungsfeldern Zeiteffizienz (+14,7), Akademisierung (+9,8 Punkte) und Forschungsorientierung (+6,1) zu verbuchen.

Das sind Ergebnisse des Bildungsmonitors 2009, einer seit 2004 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellten Bildungsstudie. Die Analyse des föderalen deutschen Bildungssystems bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand überwiegend 2007), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Das Saarland schneidet in den meisten der 13 Handlungsfelder gut ab. Hinter Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern erreicht das Bundesland den viertbesten Wert bei der Vermeidung von Bildungsarmut sowie Rang 4 bei der beruflichen Bildung. Den Bestwert in Deutschland verbucht das Saarland bei der Forschungsorientierung. Schwachpunkt ist das Ganztagsbetreuungsangebot (Förderinfrastruktur).

Hinter dem Gesamtspitzenreiter Sachsen kommen Thüringen und Baden-Württemberg auf die Plätze zwei und drei. Bayern und Niedersachsen bilden das Verfolgerduo. Im Hauptfeld liegen mit geringen Abständen voneinander Bremen, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein, NRW und Berlin. Keines der Bundesländer liegt abgeschlagen zurück – seit 2004 haben sich alle im Durchschnitt der 13 Handlungsfelder verbessert. Die stärksten Veränderungen erreichen neben Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt der Stadtstaat Bremen. Die Hansestadt klettert vom 15. Platz im Jahr 2004 auf den sechsten Rang beim aktuellen Bildungsmonitor.

Zu einzelnen Handlungsfeldern im Saarland:

Forschungsorientierung (BM 2009: erster Platz):

Im Saarland wird stark zur Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses beigetragen. So war die Zahl der Habilitationen je 100 Professoren im Jahr 2007 mit 7,6 die höchste in ganz Deutschland (Bundesdurchschnitt: 5,1). Auch der Anteil der Promotionen an allen Hochschulabsolventen war mit 11,2 Prozent bundesweit am höchsten (Bundesdurchschnitt: 8,3 Prozent).

Bildungsarmut (BM 2009: vierter Platz):

Dem Bildungssystem im Saarland gelingt es im deutschen Vergleich sehr gut, Bildungsarmut zu vermeiden. Im Jahr 1998 verließen noch 1.182 Schüler die Schulen ohne Abschluss. Gemessen an allen Schulabsolventen betrug die Abbrecherquote 10,7 Prozent – deutlich schlechter als der Bundesdurchschnitt mit 9,0 Prozent. Im Jahr 2007 konnte die Anzahl der Abbrecher auf 847 reduziert werden. Eine Abbrecherquote von 7,4 Prozent und damit nah am Bundesdurchschnitt von 7,3 Prozent. Diese Verbesserung zeigte sich auch bei den Kompetenzen der Schüler. Die so genannte Risikogruppe im Textverständnis betrug im Jahr 2006 17,9 Prozent (Bundesdurchschnitt: 20,0 Prozent), Platz 4 hinter Sachsen, Bayern und Thüringen. Beim PISA-Test 2000 betrug die Risikogruppe noch 24 Prozent und war damit höher als im Bundesdurchschnitt. Insgesamt hat sich das Bundesland gegenüber dem ersten Bildungsmonitor bei der Bekämpfung der Bildungsarmut deutlich gesteigert (drittstärkste Verbesserung aller Bundesländer).

Berufliche Bildung (BM 2009: vierter Platz):

Eine weitere Stärke im Saarland ist die berufliche Bildung. Im Jahr 2007 wurden 8.624 neue betriebliche Ausbildungsverträge abgeschlossen. Es standen rechnerisch für 73,9 Prozent der Bevölkerung im entsprechenden Alter betriebliche Ausbildungsstellen zur Verfügung (Bundesdurchschnitt: 61,1 Prozent). Nur in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg war die Lage im dualen Ausbildungssystem besser. Bei den Erfolgsquoten schnitt das Saarland unterdurchschnittlich ab.

Akademisierung (BM 2009: sechster Platz):

Mit 47,1 Prozent hatte das Saarland nach NRW und Hamburg im Jahr 2007 die dritthöchste Studienberechtigtenquote in Deutschland – fast die Hälfte davon erwarb die Hochschulreife an beruflichen Schulen. Relativ zur akademischen Wohnbevölkerung im erwerbsfähigen Alter wurden im Jahr 2007 viele neue Hochschulabsolventen ausgebildet: 5,2 Prozent. Nur in Bremen war die Ersatzquote mit 7,9 Prozent noch höher (Bundesdurchschnitt: 3,8 Prozent). Auch das Angebot an dualen Studienplätzen, an denen man Hochschule und berufliche Bildung kombinieren kann, war gemessen an der Bevölkerung nur in Baden-Württemberg größer. Insgesamt war das Saarland 2007 dennoch innerhalb der Bundesrepublik ein Exporteur von Studierenden.

Förderinfrastruktur (15. Platz):

Das Ganztagsbetreuungsangebot für Kinder im Alter unter sechs Jahren war im Saarland im Jahr 2008 etwas geringer als im Bundesdurchschnitt. In der frühkindlichen Förderung war der Anteil der akademisch ausgebildeten Kräfte in den KITAs mit 1,8 Prozent bundesweit der niedrigste Wert (Bundesdurchschnitt: 3,6 Prozent). Eine weitere Schwäche war das geringe Angebot an gebundenen Ganztagsschulen. Im Bereich der Sekundarstufe war im Jahr 2007 mit 1,4 Prozent nur der Anteil in Bayern niedriger (Bundesdurchschnitt: 10,1 Prozent).

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2009 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Ganztagsbetreuungskennzahlen, PISA-Ergebnisse, relative Bildungsabschlüsse von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Anhang). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2007: zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden auch die Ergebnisse des Bildungsmonitor 2009 zu den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Saarland. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Saarland im Bildungsmonitor 2009 der INSM

Informationen für Presse

Das Bestandsranking 2009 nach Einzelindikatoren

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Ronald Voigt
Telefon: 030 - 278 77 - 178

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