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Das Bestandsranking 2009

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Der Bildungsmonitor 2009 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2009 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Nordrhein-WestfalenNordrhein-Westfalen Platz 15

Trotz guter Dynamik bleibt NRW im hinteren Mittelfeld

Gute Werte bei Zeiteffizienz, Inputeffizienz und Akademisierung +++ weiterhin schwache Werte bei den Betreuungsrelationen an Hochschulen +++ Verbesserungen in den letzten Jahren stärker als im Bundesdurchschnitt

Köln. Nordrhein-Westfalen hat sich in den vergangenen Jahren stärker verbessert als der Bundesdurchschnitt. Dennoch reicht es beim Bildungsmonitor 2009 nur zu Platz 15. Im Durchschnitt der Handlungsfelder legte das Bundesland um 3,9 Punkte zu und erreicht damit die siebenstärkste Verbesserung eines Bundeslandes (Datenstand: 2007 zu 2006). Die größten Veränderungen sind in den Handlungsfelder Zeiteffizienz (+25,8) und der Akademisierung (+5,5) zu verbuchen.

Das sind Ergebnisse des Bildungsmonitors 2009, einer seit 2004 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellten Bildungsstudie. Die Analyse des föderalen deutschen Bildungssystems bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand überwiegend 2007), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

NRW schneidet in den 13 untersuchten Handlungsfeldern sehr unterschiedlich ab. Der zweitbeste Wert wird bei der Zeiteffizienz, der viertbeste bei der Inputeffizienz und der fünftbeste beim Handlungsfeld Akademisierung erreicht. Schwächen sind weiterhin die nach Bremen und Hamburg drittschlechtesten Ergebnisse bei Schülervergleichstests und die schlechten Betreuungsrelationen, insbesondere an den Hochschulen.

Hinter dem Gesamtspitzenreiter Sachsen kommen Thüringen und Baden-Württemberg auf die Plätze zwei und drei. Bayern und Niedersachsen bilden das Verfolgerduo. Im Hauptfeld liegen mit geringen Abständen voneinander Bremen, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein, NRW und Berlin. Keines der Bundesländer liegt abgeschlagen zurück – seit 2004 haben sich alle im Durchschnitt der 13 Handlungsfelder verbessert. Die stärksten Veränderungen erreichen neben Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt der Stadtstaat Bremen. Die Hansestadt klettert vom 15. Platz im Jahr 2004 auf den sechsten Rang beim aktuellen Bildungsmonitor.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in NRW:

Zeiteffizienz (BM 2009: zweiter Platz):

In NRW wurden im Jahr 2007 nur 0,8 Prozent der Grundschüler verspätet eingeschult – der zweitbeste Wert aller Bundesländer (Bundesdurchschnitt: 5,4 Prozent). Die Zeitverluste durch Klassenwiederholungen an Schulen lagen auf dem Niveau des Bundesdurchschnitts. Besser ist NRW bei der Umsetzung der Bachelorstudiengänge. Im Jahr 2007 waren bereits 72,6 Prozent der Studienanfänger in Bachelorstudiengängen eingeschrieben – der zweitbeste Wert in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 60,2 Prozent).

Inputeffizienz (BM 2009: 4. Platz):

Relativ zur Personalausstattung war im Jahr 2007 die Sachmittelausstattung in Schulen sehr gut. Auf 100 Euro an Personalkosten kamen in NRW rund 23 Euro an Sachausgaben – der höchste Wert in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 17,2 Euro). Auch an den Hochschulschulen war die Sachmittelausstattung sehr gut – jedoch war die Investitionsquote im Jahr 2007 sehr niedrig. Auch war mit 34,4 Prozent der Anteil des wissenschaftlichen Personals am Gesamtpersonal der Hochschulen unterdurchschnittlich.

Akademisierung (BM 2009: fünfter Platz):

Die Studienberechtigtenquote an allgemeinbildenden Schulen war in NRW im Jahr 2007 eine der höchsten in Deutschland. Da auch an beruflichen Schulen viele Personen ihre Hochschulreife erlangten, war die gesamte Studienberechtigtenquote rechnerisch mit 52,0 Prozent die höchste in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 44,3 Prozent). Insgesamt war NRW im Jahr 2007 Nettoexporteur von Studienanfängern. Daher war der Anteil der Studienabsolventen in NRW relativ zur akademischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter im Jahr 2007 nur leicht überdurchschnittlich, die Ersatzquote betrug 4,1 Prozent (Bundesdurchschnitt: 3,8 Prozent).

Schulqualität (BM 2009: 14. Platz):

Wie bekannt waren die PISA-Ergebnisse in NRW beim Test 2006 zwar in Mathematik und Naturwissenschaften gegenüber der ersten PISA-Erhebung aus dem Jahr 2000 leicht gestiegen. Innerhalb der Bundesländer erreichte NRW jedoch nur den drittletzten Platz beim Handlungsfeld Schulqualität. Die Abstände zum Bundesdurchschnitt waren an Gymnasien geringer als im Durchschnitt aller Schulen.

Betreuungsrelationen (BM 2009: letzter Platz):

Der Anteil der Schüler und Studierenden je Lehrer oder Dozent ist in NRW seit Jahren im Bundesvergleich sehr ungünstig – hat sich aber in den letzten Jahren an den Schulen und Hochschulen verbessert. Trotz positiver Veränderungen in den vergangenen Jahren sind auch die Relationen an den Grundschulen und an weiterführenden Schulen schlechter als im Bundesdurchschnitt. So wurde in den Jahren 2005 bis 2007 die Zahl der Grundschullehrer erhöht, obwohl die Schülerzahlen rückläufig waren. Die schlechtesten Relationen im Bundesländervergleich bestanden an den Hochschulen – auf eine Lehrkraft (Professor, Dozent, Lehrbeauftragter) kamen rechnerisch im Jahr 2007 24,0 Studierende (Bundesdurchschnitt: 15,4). Fünf Jahre zuvor war die Relation mit 29,5 noch deutlich schlechter.

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2009 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Ganztagsbetreuungskennzahlen, PISA-Ergebnisse, relative Bildungsabschlüsse von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Anhang). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2007: zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden auch die Ergebnisse des Bildungsmonitor 2009 zu den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Nordrhein-Westfalen. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Nordrhein-Westfalen im Bildungsmonitor 2009 der INSM

Informationen für Presse

Das Bestandsranking 2009 nach Einzelindikatoren

Klicken Sie hier, um den Zustand der Bildungssysteme in Ihrem Bundesland an Hand von 39 Einzelindikatoren zu vergleichen - von A wie Ausbildungsstellenquote bis P wie PISA-Test.

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Christoph Windscheif
Telefon: 030 - 278 77 - 177

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