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Das Bestandsranking 2011

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Der Bildungsmonitor 2009 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2011 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft NiedersachsenNiedersachsen Platz 8

Niedersachsen auf Rang 8 im Bildungsvergleich der Länder

Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit +++ Stärken: Zeiteffizienz und Internationalisierung +++ Schwächen: Betreuungsrelationen und Förderinfrastruktur

Berlin . Niedersachsen belegt Rang 8 im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer. Das geht aus dem Bildungsmonitor 2011 hervor. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit erzielt.

Niedersachsen schneidet in den meisten der 13 untersuchten Handlungsfelder durchschnittlich ab. Eine besondere Stärke weist das Bundesland im Handlungsfeld Zeiteffizienz (2. Platz) auf. Beim Handlungsfeld Internationalisierung wird Platz 4 erreicht. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern besteht Verbesserungsbedarf bei den Betreuungsbedingungen und dem Ausbau der Förderinfrastruktur.

Auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit sind Fortschritte in Niedersachsen erzielt worden. Im Jahr 2000 standen pro Schüler weniger Ganztagsplätze und Lehrer an Grundschulen zur Verfügung als heute. Der Anteil der Schulabbrecher war im Jahr 2000 höher, ebenso der Anteil der Jugendlichen ohne Ausbildungsreife. Bei den Abschlussprüfungen der Berufsausbildung scheiterte in 2000 ein höherer Anteil an jungen Menschen als heute und ein geringerer Anteil erreichte an beruflichen Schulen eine Zugangsberechtigung zu den Hochschulen. Die Verbesserungen der Quoten führen bezogen auf heutige Schülerzahlen zu folgenden rechnerischen Effekten: ein Plus von 21.900 Ganztagsplätzen und 3.150 Lehrern an Grundschulen, zusätzlich 5.350 Jugendliche mit Ausbildungsreife und 3.150 Schüler mit einem Schulabschluss und zusätzlich 3.200 erfolgreiche Prüfungen in der dualen Ausbildung und 3.900 Abiturienten an beruflichen Schulen.

Fortschritte im Bildungssystem haben in den letzten Jahren auch zu einer Stärkung der Wachstumskräfte im Land beigetragen. Seit dem Jahr 2000 haben rund 44.000 Jungakademiker mehr die niedersächsischen Hochschulen verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. Die zusätzliche Ausbildungs- leistung der Hochschulen geht mit einem jährlichen Wachstumsbeitrag von rund 670 Millionen Euro einher.

Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg bilden das Spitzentrio im Bildungsmonitor 2011. Dahinter folgen Bayern und Rheinland-Pfalz. Die übrigen 11 Bundesländer liegen eng beieinander. Gegenüber dem Bildungsmonitor 2010 haben sich Mecklenburg-Vorpommern (+5,4 Punkte), Thüringen (+4,1), Berlin (+3,7), Rheinland-Pfalz (+3,2), NRW (+3,1) und Hessen (+3,0) besonders stark verbessert. Trotz aller Fortschritte bleibt die weitere Reduzierung von Bildungsarmut die zentrale Aufgabe für die Politik. Bildung entscheidet stärker denn je über Perspektiven in einer Gesellschaft und die Förderung jedes einzelnen Talents ist wichtig, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern.

Zu einzelnen bildungspolitischen Handlungsfeldern in Niedersachsen:

Zeiteffizienz (BM 2011: 2. Platz):

Niedersachsen ist bezüglich der Umsetzung der Bologna-Ziele sehr weit fortgeschritten. Im Studienjahr 2009 waren bereits 79,9 Prozent aller Studienanfänger in Bachelor- studiengängen eingeschrieben (Bundesdurchschnitt: 71,6 Prozent). Nur in Bremen war der Umsetzungsprozess weiter vorangeschritten. Auch im beruflichen Bildungssystem wird effizient mit Zeit umgegangen. Nach Bayern, Baden-Württemberg und Hessen war der Anteil der vorzeitig aufgelösten Ausbildungsverträge in Relation zu den Neuverträgen in Niedersachsen im Jahr 2009 mit 23,9 Prozent am viertniedrigsten (Bundesdurchschnitt: 22,9 Prozent). In durchschnittlichem Maße wiederholten Schüler im Jahr 2009 eine Klasse, der Anteil verspätet eingeschulter Kinder war mit 5,1 Prozent niedriger als im Bundesdurchschnitt (6,7 Prozent).

Internationalisierung (BM 2011: 4. Platz):

Beim Anteil der Schüler mit Fremdsprachenunterricht wies Niedersachsen im Jahr 2009 an Grundschulen unterdurchschnittliche und an Berufschulen überdurchschnittliche Werte auf. Der Anteil der so genannten Bildungsausländer an allen Studierenden betrug im Jahr 2009 einen Wert nah am Bundesdurchschnitt (NI: 8,6 Prozent; Durchschnitt: 8,8 Prozent). Den Spitzenwert erreichte Niedersachsen bei der Zahl der internationalen Hochschul- kooperationen (94,5 Kooperationen je Hochschule; Durchschnitt: 58,4 Kontakte). Hoch ist auch der Anteil der Gastwissenschaftler am wissenschaftlichen Personal.

Bildungsarmut (BM 2011: 5. Platz):

Im Jahr 2009 belegten die niedersächsischen Schüler bei der Überprüfung der Bildungsstandards einen durchschnittlichen Rang: 9,7 Prozent der Schüler verfehlten die Mindeststandards für das Leseverständnis im Fach Deutsch (BY: 2,4 Prozent; HB und Berlin: 14,2 Prozent). Der Anteil von Schulabgängern ohne Abschluss lag im Jahr 2009 in Niedersachsen mit 6,5 Prozent genau auf dem Bundesdurchschnitt. Sehr gut gelingt es den Niedersachsen, Schulabschlüsse im beruflichen Bildungssystem nachzuholen. Gemessen an der Größe der entsprechenden Alterskohorte wurde im Jahr 2009 der Bestwert in Deutschland erreicht (NI: 5,1 Prozent; Bundesdurchschnitt: 2,8 Prozent).

Förderinfrastruktur (BM 2011: 12. Platz):

Niedersachsen hat in den letzten Jahren den Ausbau der Förderinfrastruktur stark vorangetrieben. Nur für 3,8 Prozent der unter 3-jährigen Kinder stand jedoch im Jahr 2010 eine Ganztagsbetreuung zur Verfügung – der schlechteste Wert in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 10,2 Prozent). Auch bei den 3 bis 6-jährigen Kindern wurden unterdurchschnittliche viele Ganztagsplätze angeboten. Bei Ganztagsgrundschulen besteht in Niedersachsen ebenso Ausbaubedarf.

Betreuungsrelationen (BM 2011: 14. Platz):

Rechnerisch kamen in Niedersachsen auf einen Lehrer im Jahr 2009 relativ viele Schüler. In der Sekundarstufe und den Berufsschulen des dualen Systems waren die Schüler-Lehrer- Relationen ungünstiger als im Bundesdurchschnitt. In den Kindergärten, Grundschulen und an den Hochschulen wies Niedersachsen leicht günstigere Betreuungsrelationen als im Bundesdurchschnitt auf.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Niedersachsen. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Niedersachsen im Bildungsmonitor 2011 der INSM

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Das Bestandsranking 2011 nach Einzelindikatoren

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Julia Saalmann
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