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Das Bestandsranking 2011

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Der Bildungsmonitor 2009 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2011 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft BrandenburgBrandenburg Platz 13

Brandenburg auf Rang 13 im Bildungsvergleich der Länder

Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit +++ Stärken: Internationalisierung, Förderinfrastruktur und Integration +++ Schwächen: Input- und Zeiteffizienz und berufliche Bildung

Berlin . Brandenburg belegt Rang 13 im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer. Das geht aus dem Bildungsmonitor 2011 hervor. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit erzielt.

Brandenburg schneidet in den 13 untersuchten Handlungsfeldern unterschiedlich ab. Das Bundesland fällt durch den dritten Platz bei der Internationalisierung, den fünften Platz bei der Förderinfrastruktur und das fünftbeste Ergebnis im Handlungsfeld Integration positiv auf. Unterdurchschnittlich schneidet Brandenburg in den Handlungsfeldern Ausgabenpriorisierung, Inputeffizienz, Zeiteffizienz und Schulqualität ab. Erhebliches Verbesserungspotenzial besteht im Bereich berufliche Bildung mit dem 16. Platz.

Auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit sind Fortschritte in Brandenburg erzielt worden. Im Jahr 2000 standen pro Schüler weniger Ganztagsplätze und Lehrer an Grundschulen zur Verfügung als heute. Der Anteil der Schulabbrecher war im Jahr 2000 höher, ebenso der Anteil der Jugendlichen ohne Ausbildungsreife. Bei den Abschlussprüfungen der Berufsausbildung scheiterte in 2000 ein höherer Anteil an jungen Menschen als heute und ein geringerer Anteil erreichte an beruflichen Schulen eine Zugangsberechtigung zu den Hochschulen. Die Verbesserungen der Quoten führen bezogen auf heutige Schülerzahlen zu folgenden rechnerischen Effekten: ein Plus von 30.000 Ganztagsplätzen und 450 Lehrern an Grundschulen, zusätzlich 800 Jugendliche mit Ausbildungsreife und 150 Schüler mit einem Schulabschluss und zusätzlich 800 erfolgreiche Prüfungen in der dualen Ausbildung und 1.500 Abiturienten an beruflichen Schulen.

Fortschritte im Bildungssystem haben in den letzten Jahren auch zu einer Stärkung der Wachstumskräfte im Land beigetragen. Seit dem Jahr 2000 haben über 18.000 Jungakademiker mehr die brandenburgischen Hochschulen verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. Die zusätzliche Ausbildungsleistung der Hochschulen geht mit einem jährlichen Wachstumsbeitrag von rund 304 Millionen Euro einher.

Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg bilden das Spitzentrio im Bildungsmonitor 2011. Dahinter folgen Bayern und Rheinland-Pfalz. Die übrigen 11 Bundesländer liegen eng beieinander. Gegenüber dem Bildungsmonitor 2010 haben sich Mecklenburg-Vorpommern, (+5,4 Punkte), Thüringen (+4,1), Berlin (+3,7), Rheinland-Pfalz (+3,2), NRW (+3,1) und Hessen (+3,0) besonders stark verbessert. Trotz aller Fortschritte bleibt die weitere Reduzierung von Bildungsarmut die zentrale Aufgabe für die Politik. Bildung entscheidet stärker denn je über Perspektiven in einer Gesellschaft und die Förderung jedes einzelnen Talents ist wichtig, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern.

Zu einzelnen bildungspolitischen Handlungsfeldern in Brandenburg:

Internationalisierung (BM 2011: 3. Platz):

Fast alle Indikatorwerte des Handlungsfeldes Internationalisierung sind in Brandenburg günstiger als im Bundesdurchschnitt. 90,8 Prozent der Berufsschüler lernten im Jahr 2009 eine Fremdsprache im Unterricht – der Bestwert in Deutschland (Bundesschnitt: 31,2 Prozent). Der Anteil der Bildungsausländer an allen Studierenden betrug 9,8 Prozent – der fünftbeste Wert (Schnitt: 8,8 Prozent). Auch der Anteil der Gastwissenschaftler am wissenschaftlichen Personal war überdurchschnittlich hoch.

Förderinfrastruktur (BM 2011: 5. Platz):

Ein höherer Anteil an Kindern und Jugendlichen als im Bundesdurchschnitt wurde ganztägig in KITAs und Grundschulen betreut. Lediglich beim Anteil des Personals mit Hochschulabschluss in KITAs lagen die Werte in Brandenburg im Jahr 2009 unter dem Bundesdurchschnitt. Die Auswirkungen einer guten Förderinfrastruktur schlagen sich auch in der Bewertung des Handlungsfelds Integration nieder.

Integration (BM 2011: 5. Platz):

Nur 5,1 Prozent der ausländischen Schulabsolventen hatte im Jahr 2009 keinen Abschluss – damit war die Quote geringer als in allen anderen Bundesländern und sogar noch niedriger als die Abbrecherquote für alle Schüler (8,2 Prozent). Im Jahr 2009 erwarben 17,5 Prozent der ausländischen Schüler ihr Abitur an allgemeinbildenden Schulen - die dritthöchste Quote in ganz Deutschland (Bundesdurchschnitt: 11,7 Prozent). Ein Kritikpunkt: an beruflichen Schulen erreichte nur ein kleiner Teil der Ausländer eine Studienberechtigung.

Berufliche Bildung (BM 2011: 16. Platz):

Trotz der deutlichen Verbesserungen in den letzten Jahren war das Stellenangebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen in Relation zur Größe der Bevölkerung das drittniedrigste in Deutschland. Bezogen auf die Bevölkerung im entsprechenden Alter konnte das Angebot an betrieblichen Ausbildungsstellen von 32,6 Prozent im Jahr 2002 auf 51,4 Prozent im Jahr 2009 gesteigert werden (Bundesdurchschnitt 2009: 59,5 Prozent). Bedenklich ist allerdings die im Jahr 2009 mit 82,3 Prozent bundesweit niedrigste Erfolgsquote bei den Abschlussprüfungen der dualen Ausbildung (Bundesdurchschnitt: 90,2 Prozent).

Inputeffizienz (BM 2011: 13. Platz):

Im Handlungsfeld Inputeffizienz wird das Ergebnis in Brandenburg vor allem von der unausgewogenen Altersstruktur der Lehrer belastet. In den beruflichen Schulen war die Struktur im Jahr 2009 in keinem Land unausgewogener, bei allgemein bildenden Schulen wurde der vorletzte Platz erreicht. Positiv ist die Effizienz an Hochschulen: der Anteil des wissenschaftlichen Personals am Gesamtpersonal lag im Jahr 2009 mit 49,0 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (38,8 Prozent). Auch der Anteil der Drittmitteleinnahmen an den Hochschulausgaben war überdurchschnittlich hoch.

Zeiteffizienz (BM 2011: 14. Platz):

Gemessen an den Neuverträgen wurden viele Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst - der zweitschlechteste Wert (BB: 34,0 Prozent; Durchschnitt: 25,2 Prozent). Hoch war auch der Anteil verspätet eingeschulter Kinder (BB: 11,0 Prozent; Schnitt: 6,7 Prozent). Positiv: nur wenige Schüler wiederholten eine Klasse.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Brandenburg. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Brandenburg im Bildungsmonitor 2011 der INSM

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Das Bestandsranking 2011 nach Einzelindikatoren

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Julia Saalmann
Telefon: 030 - 278 77 - 178

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