Logo der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Das Bestandsranking 2011

Klicken Sie auf Ihr Bundesland, um alle Stärken und Schwächen zu vergleichen.

  1. Sachsen
  2. Thüringen
  3. Baden-Württemberg
  4. Bayern
  5. Rheinland-Pfalz
  6. Bremen
  7. Hessen
  8. Niedersachsen
  9. Sachsen-Anhalt
  10. Mecklenburg-Vorpommern
  11. Saarland
  12. Nordrhein-Westfalen
  13. Brandenburg
  14. Hamburg
  15. Schleswig-Holstein
  16. Berlin

Der Bildungsmonitor 2009 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2011 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft BerlinBerlin Platz 16

Berlin belegt im Bildungsvergleich der Länder den letzten Rang

Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit +++ Stärken: Forschung, Förderinfrastruktur und Akademisierung +++ Schwächen: Bildungsarmut, Integration und berufliche Bildung +++ Dritter Platz im Dynamikvergleich

Berlin . Berlin belegt im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer den 16. Rang, konnte jedoch im Dynamikranking den 3. Platz erreichen. Das geht aus dem Bildungsmonitor 2011 hervor. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren, inwieweit das Bildungssystem eines Landes Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit erzielt.

Stärken weist Berlin mit Platz 1 bei der Forschungsorientierung, Platz 3 bei der Förderinfrastruktur und Platz 4 sowohl bei der Akademisierung als auch den Betreuungsbedingungen auf. Verbesserungsbedarf besteht insbesondere bei der Integration, der Bekämpfung von Bildungsarmut und der beruflichen Bildung. Ferner geht im Bildungssystem vergleichsweise viel Zeit verloren und die Ausgabenpriorisierung ist gering. Positiv ist die aktuelle Entwicklung: Gegenüber dem Vorjahr hat sich Berlin am drittstärksten von allen Bundesländern verbessert.

Auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit sind Fortschritte in Berlin erzielt worden. Im Jahr 2000 standen pro Schüler weniger Ganztagsplätze und Lehrer an Grundschulen zur Verfügung als heute. Der Anteil der Schulabbrecher war im Jahr 2000 höher, ebenso der Anteil der Jugendlichen ohne Ausbildungsreife. Bei den Abschlussprüfungen der Berufsausbildung scheiterte in 2000 ein höherer Anteil an jungen Menschen und ein geringerer Anteil erreichte an beruflichen Schulen eine Zugangsberechtigung zu den Hochschulen. Die Verbesserungen der Quoten führen bezogen auf heutige Schülerzahlen zu folgenden Effekten: ein Plus von 51.300 Ganztagsplätzen und 750 Lehrern an Grundschulen, zusätzlich 400 Jugendliche mit Ausbildungsreife und 1.250 Schüler mit einem Schulabschluss und zusätzlich 1.600 erfolgreiche Prüfungen in der dualen Ausbildung und 2.100 Abiturienten an beruflichen Schulen.

Die Fortschritte im Bildungssystem haben auch zu einer Stärkung der Wachstumskräfte im Land beigetragen. Seit dem Jahr 2000 haben rund 32.000 Jungakademiker mehr die Berliner Hochschulen verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. Die zusätzliche Ausbildungsleistung der Hochschulen geht mit einem jährlichen Wachstumsbeitrag von rund 514 Millionen Euro einher.

Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg bilden das Spitzentrio im Bildungsmonitor 2011. Dahinter folgen Bayern und Rheinland-Pfalz. Die übrigen 11 Bundesländer liegen eng beieinander. Gegenüber dem Bildungsmonitor 2010 haben sich Mecklenburg-Vorpommern, (+5,4 Punkte), Thüringen (+4,1), Berlin (+3,7), Rheinland-Pfalz (+3,2), NRW (+3,1) und Hessen (+3,0) besonders stark verbessert. Trotz aller Fortschritte bleibt die weitere Reduzierung von Bildungsarmut die zentrale Aufgabe für die Politik. Bildung entscheidet stärker denn je über Perspektiven in einer Gesellschaft und die Förderung jedes einzelnen Talents ist wichtig, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern.

Zu einzelnen bildungspolitischen Handlungsfeldern in Berlin:

Akademisierung (BM 2011: 4. Platz):

Die Studienberechtigtenquote an den allgemeinbildenden Schulen war 2009 mit 36,8 Prozent die dritthöchste in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 29,9 Prozent). Allerdings kamen nur unterdurchschnittlich viele Jugendliche hinzu, die ihre Hochschulreife an den beruflichen Schulen erlangten. Gemessen an der Bevölkerung wies Berlin eine hohe Zahl an Hochschulabsolventen auf (zweithöchster Wert hinter Bremen).

Forschungsorientierung (BM 2011: 1. Platz)

Im Jahr 2009 wurden pro 100 Professoren 6,6 Habilitationsverfahren abgeschlossen (Bundesdurchschnitt: 4,6) - die zweithöchste Habilitationsquote in Deutschland. 8,9 Prozent aller Abschlüsse an Hochschulen waren im Jahr 2009 Promotionen, die dritthöchste Quote der Bundesländer. Die Quoten zeigen: Berlin trägt in hohem Maße zur Ausbildung des Forschernachwuchses bei. Neben der Ausbildungsleistung sind die Professoren auch bei der Einwerbung von Drittmitteln aktiv und erreichen überdurchschnittliche Drittmittel.

Förderinfrastruktur (BM 2011: 3. Platz):

Eine ausgebaute Förderinfrastruktur ist wichtig zur Schaffung von Bildungschancen. 72,4 Prozent der Berliner Grundschüler lernten im Jahr 2009 an einer offenen oder geschlossenen Ganztagsschule – der höchste Wert in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 21,5 Prozent). Auch im frühkindlichen Bereich standen sehr viele Ganztagsangebote zur Verfügung. So besuchten 54,5 Prozent der 3- bis 6-jährigen Kinder im Jahr 2010 ganztags einen Kindergarten (fünfthöchster Wert, Bundesdurchschnitt: 32,1 Prozent).

Bekämpfung der Bildungsarmut (BM 2011: 15. Platz):

Trotz der vergleichsweise guten Infrastruktur zeigte die Untersuchung zu den Bildungsstandards im Jahr 2009, dass mit 14,2 Prozent ein großer Anteil der Neuntklässler die Mindeststandards im Lesen verfehlte – der größte Anteil zusammen mit Bremen. Bei den Schulabgängern ohne Abschluss schnitten 3 Bundesländer im Jahr 2009 schlechter als Berlin ab (Schulabbrecherquote 2009: 8,5 Prozent; Bundesdurchschnitt: 6,5 Prozent).

Integration (BM 2011: 16. Platz):

Im Jahr 2009 bei den Tests zu den Bildungsstandards im Lesen wies Berlin den engsten Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg auf. Auch bei der Integration von Ausländern bleibt viel zu tun: Von 4.008 ausländischen Schulabgängern im Jahr 2009 blieben 659 ohne Abschluss – eine Schulabbrecherquote von 16,4 Prozent unter den ausländischen Jugendlichen – der drittschlechteste Wert in Deutschland. Positiv: die Quote hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Im Jahr 2003 betrug die Abbrecherquote unter Ausländern noch 25,9 Prozent.

Berufliche Bildung (BM 2011: 15. Platz):

Gemessen an der Bevölkerung im entsprechenden Alter wurden im Jahr 2009 nur relativ wenige betriebliche Ausbildungsplätze angeboten - die niedrigste Quote in Deutschland (49,5 Prozent, Durchschnitt: 59,5 Prozent). Umso beklagenswerter ist es, dass die Erfolgsquote bei den Prüfungen der dualen Ausbildung niedriger als im Bundesdurchschnitt war. Berlin konnte sich bei der Erfolgsquote aber von allen Bundesländern seit dem Jahr 2000 am stärksten verbessern (Erfolgsquote 2000: 76,9 Prozent; 2009: 85,6 Prozent).

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Berlin. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Berlin im Bildungsmonitor 2011 der INSM

Informationen für Presse

Das Bestandsranking 2011 nach Einzelindikatoren

Klicken Sie hier, um den Zustand der Bildungssysteme in Ihrem Bundesland an Hand von 39 Einzelindikatoren zu vergleichen - von A wie Ausbildungsstellenquote bis P wie Promotionsquote.

Haben Sie Fragen?

Julia Saalmann
Telefon: 030 - 278 77 - 178

Weitere Veröffentlichungen