Logo der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Das Bestandsranking 2009

Klicken Sie auf Ihr Bundesland, um alle Stärken und Schwächen zu vergleichen.

  1. Sachsen
  2. Thüringen
  3. Baden-Württemberg
  4. Bayern
  5. Niedersachsen
  6. Bremen
  7. Saarland
  8. Rheinland-Pfalz
  9. Sachsen-Anhalt
  10. Mecklenburg-Vorpommern
  11. Hessen
  12. Brandenburg
  13. Hamburg
  14. Schleswig-Holstein
  15. Nordrhein-Westfalen
  16. Berlin
Der Politik-Check-Schule der INSM

Der Bildungsmonitor 2009 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2009 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Baden-WürttembergBaden-Württemberg Platz 3

Baden-Württemberg behauptet Platz drei

Stärken bei Berufsausbildung, Bekämpfung der Bildungsarmut, Akademisierung und Effizienz der Bildungsausgaben +++ trotz Verbesserungen größter Handlungsbedarf bei Ganztagsinfrastruktur und Integration

Köln. Nach Rang zwei im Vorjahr erreicht Baden-Württemberg beim Bildungsmonitor 2009 den dritten Platz. Verbessert hat sich das Bundesland vor allem bei der Förderinfrastruktur, zu der die Ganztagsbetreuung und der Ausbildungsgrad des Kinder- und Tagesstätten-Personals zählen. Kein anderes Bundesland konnte hier in den vergangenen fünf Jahren mehr zulegen. Trotzdem bleibt das Handlungsfeld weiterhin ein Schwachpunkt im Land (Platz 14). Insgesamt verbesserte sich Baden-Württemberg gegenüber 2008 im Durchschnitt der Handlungsfelder um 3,4 Punkte, mit den größten Veränderungen bei Zeiteffizienz (+14,1), Integration (+10,7) und Inputeffizienz (+8,2).

Das sind Ergebnisse des Bildungsmonitors 2009, einer seit 2004 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellten Bildungsstudie. Die Analyse des föderalen deutschen Bildungssystems bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand überwiegend 2007), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Baden-Württemberg schneidet in den meisten der 13 untersuchten Handlungsfelder sehr gut ab: Platz eins beim Handlungsfeld berufliche Bildung, drei zweite Plätze bei Effizienz der eingesetzten Mittel (Sachausstattung, Alter und Dienstunfähigkeitslast des Lehrpersonals), bei der Akademisierung und bei der Bekämpfung der Bildungsarmut (PISA-Risikogruppen, Schulabbrecher). Die gemessene Bildungsarmut bei der ausländischen Bevölkerung jedoch ist im Vergleich zur deutschen Bevölkerung hoch.

Hinter dem Gesamtspitzenreiter Sachsen kommen Thüringen und Baden-Württemberg auf die Plätze zwei und drei. Bayern und Niedersachsen bilden das Verfolgerduo. Im Hauptfeld liegen mit geringen Abständen voneinander Bremen, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein, NRW und Berlin. Keines der Bundesländer liegt abgeschlagen zurück – seit 2004 haben sich alle im Durchschnitt der 13 Handlungsfelder verbessert. Die stärksten Veränderungen erreichen neben Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt der Stadtstaat Bremen. Die Hansestadt klettert vom 15. Platz im Jahr 2004 auf den sechsten Rang beim aktuellen Bildungsmonitor.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in Baden-Württemberg:

Berufliche Bildung (BM 2009: erster Platz):

Baden-Württemberg punktete 2007 mit einem überdurchschnittlichen Angebot an abgeschlossenen betrieblichen Ausbildungsverträgen. Besonders erfreulich: der Anteil der erfolgreichen Abschlussprüfungen ist sehr hoch, das berufliche Bildungssystem sehr effizient. Mit nur 9,9 Prozent an einer Alterskohorte war der Anteil der jungen Menschen, die eine außerbetriebliche Ausbildungsstelle oder eine berufsvorbereitende BA-Maßnahme antraten, im Jahr 2007 von allen Bundesländern am niedrigsten (Bundesdurchschnitt: 17,5 Prozent).

Inputeffizienz (BM 2009: zweiter Platz):

Die Mittel für die Schulen wurden 2007 effizient eingesetzt. Baden-Württemberg hatte mit Bayern die ausgewogenste Lehreraltersstruktur an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Zudem hatte das Land im Jahr 2007 mit nur 17,2 Prozent den nach Rheinland-Pfalz geringsten Anteil der wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig pensionierten Lehrkräfte an allen Neupensionen (Bundesdurchschnitt: 23 Prozent). Die Investitionsquoten an Schulen und Hochschulen waren überdurchschnittlich. Auch der Anteil des wissenschaftlichen Personals am Gesamtpersonal der Hochschulen übertraf mit 40,6 Prozent den Bundesdurchschnitt von 37,5 Prozent und wurde nur von drei Ländern übertroffen.

Akademisierung (BM 2009: zweiter Platz):

23,8 Prozent eines Altersjahrgangs erwarben im Jahr 2008 ihre Studienberechtigung an allgemeinbildenden Schulen – in fast demselben Umfang wurde auch die Hochschulreife an beruflichen Schulen (22,9 Prozent) erreicht. Insgesamt eine überdurchschnittliche Quote. Die Ersatzquote an Akademikern war überdurchschnittlich hoch. Besonders stark waren die dualen Studiengänge ausgebaut. Von 1000 Personen im Alter zwischen 19 und 24 Jahren, studierten 27,7 kombiniert mit einer beruflichen Ausbildung (Bundesdurchschnitt: 8,3).

Bekämpfung der Bildungsarmut (2. Platz):

Baden-Württemberg war 2007 sehr erfolgreich darin, Jugendliche vor Bildungsarmut zu schützen. Im Alter von 15 Jahren erreichen unterdurchschnittlich viele Jugendliche nicht die Mindeststandards im Textverständnis oder in der Mathematik und den Naturwissenschaften. Der Anteil der Schulabsolventen ohne Abschluss war im Jahr 2007 mit 5,8 Prozent der niedrigste in ganz Deutschland (Bundesdurchschnitt: 7,3 Prozent).

Integration (14. Platz):

Die Abbrecherquote unter ausländischen Schülern in Baden-Württemberg war 2007 mit 15,1 Prozent etwa 2,6 Mal so hoch wie im Durchschnitt aller Schüler (5,8 Prozent). Vor allem die Studienberechtigtenquote an allgemeinbildenden Schülern war bedenklich niedrig und lag im Jahr 2007 bei nur 4 Prozent (Bundesdurchschnitt: 9,6 Prozent).

Förderinfrastruktur (14. Platz):

Der Anteil der Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren in einer Ganztagsbetreuung war im Jahr 2008 mit 9,2 Prozent der niedrigste in ganz Deutschland (Bundesdurchschnitt: 26,9 Prozent). Die Qualifikationsstruktur an KITAs und die Ganztagsangebote an Schulen wurden in den letzten Jahren sehr stark verbessert und erreichten nahezu bundesweite Durchschnittswerte.

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2009 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Ganztagsbetreuungskennzahlen, PISA-Ergebnisse, relative Bildungsabschlüsse von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Anhang). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2007: zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden auch die Ergebnisse des Bildungsmonitor 2009 zu den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Baden-Württemberg. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Baden-Württemberg im Bildungsmonitor 2009 der INSM

Informationen für Presse

Das Bestandsranking 2009 nach Einzelindikatoren

Klicken Sie hier, um den Zustand der Bildungssysteme in Ihrem Bundesland an Hand von 39 Einzelindikatoren zu vergleichen - von A wie Ausbildungsstellenquote bis P wie PISA-Test.

Haben Sie Fragen?

Ronald Voigt
Telefon: 030 - 278 77 - 178

Weitere Veröffentlichungen