Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Kommentare der Bildungsminister und in den Medien zu den Ergebnissen des INSM-Bildungsmonitors 2007
Kultusminister Helmut Rau, Baden-Württemberg
"Unsere hohen Investitionen in Bildung sorgen dafür, dass weniger Jugendliche durch den Rost fallen als anderswo. Die Zahl der Schulabbrecher ist im Südwesten am niedrigsten. Dass wir die Bayern seit dem letzten Bildungsmonitor überholen konnten, stellt die Dynamik der Schulentwicklung in unserem Land unter Beweis" ergänzte Rau" (Pressemeldung Ministerium Kultus Jugend und Sport Baden-Württemberg vom 21.08.2007 ).
Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider
"Ich freue mich darüber, dass in der Studie die Stärken des bayerischen Bildungssystems wie hohe Schulqualität, geringe Bildungsarmut sowie hervorragende Leistungen in der beruflichen Bildung deutlich werden." Der INSM-Bildungsmonitor bestätige auch, "dass Bildungsausgaben in Bayern einen hohen Stellenwert haben und dass die Ressourcen sehr effizient eingesetzt werden." (Pressemeldung des Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus vom 21.08.2007).
Hamburgs Bildungssenator Jörg Dräger
"Die Studie zeigt, dass wir im Bereich der Absolventen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich unsere bisherigen Anstrengungen zum Ausbau fortsetzen müssen. Neben diversen Forschungseinrichtungen wie beispielsweise in der Nanotechnologie und in der Klimaforschung unterstützen wir auch die Nacht des Wissens, um junge Hamburgerinnen und Hamburger für die Naturwissenschaften zu begeistern." (Pressemitteilung der Behörde für Wissenschaft und Forschung, Freie und Hansestadt Hamburg vom 21.08.2007).
Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann
"Gegenüber dem Bildungsmonitor 2004 konnten wir um 10,6, gegenüber 2006 um 3,4 Punkte in der Bewertungsskala zulegen." Besonders positiv ausgewirkt habe sich im Bereich der beruflichen Bildung die rückläufige Zahl der vorzeitig aufgelösten Ausbildungsverträge von noch rund 15.600 im Jahr 2002 auf 11.700 im Jahr 2005, was unter anderem auch auf die Neugestaltung der Hauptschule zurückzuführen sei. "Auch die Rückstellungen vom Schulbesuch sind im Zusammenhang mit der Sprachförderung vor der Einschulung deutlich zurückgegangen. Die Bildungschancen ausländischer Kinder und Jugendlicher sind besser geworden, aber noch nicht gut genug. Daran müssen wir weiter arbeiten" (Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium vom 21.08.2007).
Sachsens Kultusminister Steffen Flath
"Das Fundament der sächsischen Bildungserfolge war und ist zweifellos die tägliche pädagogische Arbeit aller Lehrerinnen und Lehrer im Freistaat", sagte Kultusminister Steffen Flath bei seinem Rückblick auf das vergangene Jahr. Studien wie etwa der bundesweite Bildungsmonitor und der internationale Vergleich PISA haben 2007 erneut bewiesen, dass das Bildungssystem in Sachsen gut aufgestellt ist (Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus vom 04.01.2008).
Bildungsstaatssekretär Wolfgang Meyer-Hesemann und Wissenschafts-Staatssekretär Jost de Jager (beide Schleswig-Holstein)
"Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass wir den aktuellen Bildungsherausforderungen mit den richtigen Konzepten begegnen". Es zahle sich aus, "dass unsere Grundschulen seit Jahren mit einer Eingangsphase arbeiten, die den individuellen Voraussetzungen der Kinder gerecht wird", so Meyer-Hesemann. In der Eingangsphase können die erste und zweite Klasse in ein bis drei Jahren durchlaufen werden. "Ein hervorzuhebendes positives Ergebnis der Studie ist auch, dass die Habilitations- und Promotionsquoten in Schleswig-Holstein zu den höchsten in Deutschland zählen", so de Jager (Pressemeldung des Ministeriums für Bildung und Frauen Schleswig-Holstein vom 22.08.2007).
Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel
"Seit 17 Jahren steht Thüringen für eine vernünftige und zukunftsweisende Bildungspolitik mit Augenmaß. Die überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit unseres Bildungssystems wird vom Bildungsmonitor 2007 erneut bestätigt. Mit den höchsten Bildungsausgaben, der besten Schüler-Lehrer-Relation und den besten Ganztagsangeboten baut der Freistaat seine Spitzenposition in Deutschland weiter aus" (Pressemeldung Thüringer Kultusministerium vom 19.09.2007).
Bild
Laut "Bildungsmonitor 2007" ist Nordrhein-Westfalen das zweitschlechteste Bundesland in ganz Deutschland, was den Zustand der Bildungseinrichtungen angeht. Schlechter ist nur Mecklenburg-Vorpommern. Die Studie stammt von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). An mehr als 100 einzelnen Faktoren hatte die Initiative die Bildungssysteme in den einzelnen Bundesländern verglichen, unter anderem an der Größe von Schulklassen oder der PISA-Ergebnisse" (Bild Köln vom 24.08.2007).
Focus
"Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern bieten aus ökonomischer Sicht die besten Bildungsvoraussetzungen innerhalb Deutschlands – Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern die schlechtesten. So lautet das Ergebnis des "Bildungsmonitors" im Auftrag des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Die jährliche, erstmals 2004 durchgeführte Studie vergleicht die Bildungssysteme der Länder anhand von 104 Indikatoren wie Schulqualität, Betreuungsbedingungen, Arbeitsmarktorientierung oder Studienbedingungen und vergibt dafür Punkte." (Focus 34/2007).
Die Welt
"Das Bildungssystem in Berlin hat sich seit 2004 deutlich verbessert", schreibt die Welt über den vierten Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Dabei entwickele sich die Hauptstadt besser als fast alle anderen Bundesländer. Berlin profitiere "von einigen signifikanten Stärken": "Die Betreuungsbedingungen sind formal sehr günstig, die Förderinfrastruktur ist so gut ausgebaut wie nirgendwo sonst in Deutschland. Auch die Forschungsorientierung seiner Universitäten und die hohe Zahl der Abiturienten wirken sich positiv aus. Negativ schlägt die eher niedrige Schulqualität zu Buche. Es dauert zu lange, die Schüler zum Abschluss zu führen. Belastend sind ferner die hohe Zahl von Kindern mit geringer Bildung, das schlechte Angebot an Ausbildungsplätzen und die niedrige Fortbildungsquote" (2007).
Financial Times Deutschland
"Bildungskluft zwischen Bundesländern." So überschreibt die Financial Times Deutschland ihren Bericht. Zitat: "Die Differenz zwischen Spitzenreiter und Schlusslicht ist danach zwischen 2004 und 2007 von 14 auf mehr als 20 Punkte gewachsen. Im Bildungsmonitor berechnen die Ökonomen im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) anhand von über 100 Indikatoren, inwiefern das Bildungssystem eines Landes einen Beitrag zu mehr Wirtschaftswachstum leistet - vom Kindergarten bis zur Hochschule. Die guten Plätze Thüringens und Sachsens nähren die Hoffnung, dass zumindest diese beiden ostdeutschen Bundesländer mittelfristig an die Wirtschaftskraft vergleichbarer Westländer heranrücken", meint die FTD. In einem weiteren Bericht ruft sie dazu auf, von Sachsen zu lernen: "Der Freistaat hat das beste Bildungssystem der Republik. Das Erfolgsrezept ist simpel: Das Land führt bereits Kindergartenkinder an die Forschung heran, gibt mehr Geld für seine Schulen aus und verzahnt die Universitäten mit der Wirtschaft."
Leipziger Volkszeitung
"Sachsen top, Mecklenburg-Vorpommern flop", titeln die Dresdner Neuesten Nachrichten und die Leipziger Volkszeitung in einem Vorbericht zum heute in Berlin vorgestellten INSM-Bildungsmonitor. Das Blatt weiter: "Sachsen und Thüringen bilden besonders viele Fachkräfte im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich aus und gelten somit als die Kaderschmieden für Ingenieure und Nachwuchsforscher." Dass die Spitzenkräfte im Osten allerdings nach ihrer Ausbildung nur schwer einen Job fänden, sei die Kehrseite der Medaille. Weiter heißt es in dem Artikel: "Sachsen konnte vor allem mit der sehr guten Betreuungssituation punkten. Den niedrigsten Wert erzielte mit insgesamt 48,5 Punkten Mecklenburg-Vorpommern" (2007)
Frankfurter Rundschau
"Bessere Note für Hessens Schulen", schreibt die Frankfurter Rundschau. "In Hessen gibt es weniger Sitzenbleiber und Schulabbrecher, Lehrer werden seltener dienstunfähig, und das Land gibt mehr Geld für sein Bildungssystem aus als zuvor", so der FR-Bericht über den Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Besonders gut habe Hessen bei der Bekämpfung von Bildungsarmut abgeschnitten. So sei die Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss seit dem Jahr 2000 von damals 6500 Jugendlichen auf 5300 im Jahr 2005 gesunken. "Jüngere Meldungen aus dem hessischen Kultusministerium", so die FR, sprechen von einem weiteren deutlichen Rückgang der Schulabgänger ohne Abschluss auf nahezu die Hälfte im Vergleich zu 1999."
Hamburger Abendblatt
"Trotz Lob für Berufsschulen und Ausstattung mit Kindertagesstätten und Ganztagsschulen hat die Stadt vier Plätze verloren. In keinem anderen Bundesland werden so wenig Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker (MINT) ausgebildet wie in Hamburg. Der Anteil des MINT-Bereichs an den Hochschulabsolventen beträgt in Hamburg nur 9,3 Prozent - trotz des hohen Bedarfs des Wirtschaftsstandorts. Im Gesamt-Ranking der Länder ist Hamburg der Verlierer. Zwar konnte sich der Stadtstaat gegenüber der Studie 2004 leicht verbessern, aber alle anderen Länder weisen mehr Dynamik und größere Sprünge in der Steigerung der Bildungsqualität auf. Die Folge: Hamburg stürzt von Platz 4 auf Platz 8 unter den 16 Ländern ab." Es gebe aber auch Lob in der INSM-Studie: "Die Effizienz des Bildungssystems konnte gesteigert werden, weil der Anteil der wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig pensionierten Lehrer an allen Neuzugängen in das Versorgungssystem von 47,6 Prozent (2000) auf jetzt 28,6 Prozent gesunken ist."
Märkische Allgemeine
"Insgesamt habe sich der Zustand der Bildungssysteme in Deutschland in den vergangenen Jahren verbessert, so INSM-Geschäftsführer Max Höfer. Die größten Fortschritte konnten dabei die ostdeutschen Länder mit Ausnahme von Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern verbuchen." Das Blatt dokumentiert auch die Debatte, die die INSM-Studie in Brandenburg ausgelöst hat. Brandenburgs Bildungssystem habe "große Schwächen". Zitat aus dem Artikel: "Vor allem bei der beruflichen und akademischen Ausbildung gibt es Defizite. Das geht aus der Studie "Bildungsmonitor 2007? im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hervor, die gestern veröffentlicht wurde."


