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Das Dynamikranking 2008

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Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2008 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein

Schleswig-Holstein legt um 2,49 Punkte zu

Nur moderate Fortschritte beim Bildungsvergleich der Bundesländer +++ starke Forschungsorientierung an den Hochschulen+++ Schwächen bei Internationalisierung der Bildungssysteme und bei der Ausbildung von Nachwuchsforschern

Schleswig-Holstein verbessert sich zwischen 2007 und 2008 um 2,49 Punkte und belegt damit den Dynamik-Platz 12 in der wissenschaftlichen Bildungsstudie "Bildungsmonitor 2008", die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2008 zum fünften Mal erstellt wurde. Diese umfassende Analyse des föderalen Bildungssystems in Deutschland bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand 2006), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Schleswig-Holstein legte im Vergleich zu 2007 2,49 Punkte zu. Besonders hoch war die Verbesserung im Handlungsfeld Zeiteffizienz (+10,15). Die Stärke des Bundeslandes ist die Forschungsorientierung im Hochschulbereich. Seine relativen Schwächen bestehen bei der Internationalisierung, der Akademisierung und den Betreuungsbedingungen.

Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern bilden erneut das Führungsquartett im Bildungsmonitor 2008. Dahinter folgt ein breit gefächertes Mittelfeld von Rang 5 bis Rang 15, zu dem auch Schleswig-Holstein zählt. Niedersachsen schneidet auf Rang 5 leicht besser ab als der Bundesdurchschnitt. Die bisher bundesweit erzielten Fortschritte im Bildungswesen dokumentiert NRW auf Rang 15. Das Bundesland erreicht mittlerweile eine Punktzahl, die fast dem Siegerwert aus dem Bildungsmonitor 2004 entspricht. Mecklenburg-Vorpommern rangiert mit bereits deutlichem Abstand auf Rang 16, konnte aber gegenüber 2004 ebenfalls erhebliche Zuwächse verzeichnen.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in Schleswig-Holstein

Forschungsorientierung:

Die Anzahl der Habilitationen in Schleswig-Holstein war 2006 mit 7,4 pro 100 Professoren die höchste in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 5,4). Auch bei der Promotionsquote an allen Hochschulabsolventen liegt das Land weit vorne: 11,1 Prozent der Hochschulabgänger bekamen 2006 ihren Doktortitel – die zweithöchste Quote. Gemessen an der Forschungslandschaft im Land hat die Hochschulforschung ein hohes Gewicht.

Berufliche Bildung:

Im Bereich der beruflichen Bildung und Arbeitsmarktorientierung weist Schleswig-Holstein gleichzeitig Stärken und Schwächen auf. Das duale Berufsbildungssystem ist überdurchschnittlich leistungsfähig: Bezogen auf die Größe eines Altersjahrgangs standen in Schleswig-Holstein überdurchschnittlich viele betriebliche Ausbildungsstellen zur Verfügung. 87,5 Prozent der Auszubildenden schlossen ihre Ausbildung erfolgreich ab (Bundesdurchschnitt: 85,7). Die anderen beruflichen Schulen und der Bereich der beruflichen Weiterbildung fielen hingegen ab. Mit 3,2 Absolventen in der Fortbildung auf 1.000 Personen zwischen 25 und 40 Jahren war die Fortbildungsquote 2006 nur in Berlin niedriger.

Bildungsarmut:

Im Handlungsfeld Bildungsarmut zeigt Schleswig-Holstein ein uneinheitliches Bild. Auf der einen Seite verlassen 9,7 Prozent eines Absolventenjahrgangs die allgemein bildenden Schulen ohne Abschluss. Gemessen am Bundesdurchschnitt mit 7,8 Prozent sind das überdurchschnittlich viele. Auf der anderen Seite finden die Abgänger ohne Abschluss im Bildungssystem ihre zweite Chance: 2006 holten 4,3 Prozent der 16- bis 20-Jährigen die mittlere Reife oder einen anderen Sek-I-Abschluss nach.

Internationalisierung:

Mit 45,9 Prozent kamen 2006 vergleichsweise wenige Grundschüler in den Genuss des Fremdsprachenunterrichts (Bundesdurchschnitt: 62,6 Prozent). Auch an den beruflichen Schulen ist der Fremdsprachenunterricht unterrepräsentiert. Für Studierende und Wissenschaftler aus dem Ausland scheint das Land ebenfalls nur wenig attraktiv zu sein. Mit 6,2 Prozent ist der Anteil der Bildungsausländer an allen Studierenden sehr niedrig (Bundesdurchschnitt: 9,7 Prozent). Ferner ist der Anteil der ausländischen Gastwissenschaftler an allen Wissenschaftlern in Schleswig-Holstein mit 8,1 Prozent der niedrigste in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 14,5 Prozent).

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2008 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Kennzahlen zur Ganztagsbetreuung, PISA-Ergebnisse, relative Abschlussquoten von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Anhang). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2006: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2008 auch mit den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Schleswig-Holstein. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Schleswig-Holstein im Bildungsmonitor 2008 der INSM

Informationen für Presse

Das Dynamikranking 2008 nach Einzelindikatoren

Wie hat sich Ihr Bundesland zwischen den Bildungsmonitoren 2004 und 2008 verändert? Vergleichen Sie anhand von 39 Einzelindikatoren - von A wie abgebrochene Ausbildungen bis P wie PISA-Test.

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Ronald Voigt
Telefon: 030 - 278 77 - 178

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