Logo der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Das Dynamikranking 2008

Klicken Sie auf Ihr Bundesland, um alle Stärken und Schwächen zu vergleichen.

  1. Niedersachsen
  2. Bremen
  3. Sachsen-Anhalt
  4. Saarland
  5. Thüringen
  6. Hamburg
  7. Sachsen
  8. Baden-Württemberg
  9. Nordrhein-Westfalen
  10. Brandenburg
  11. Rheinland-Pfalz
  12. Schleswig-Holstein
  13. Hessen
  14. Bayern
  15. Mecklenburg-Vorpommern
  16. Berlin

Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2008 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft SachsenSachsen

Sachsen legt um 3,67 Punkte zu

Deutlich weniger Schulabgänger ohne Abschluss +++ Weiterhin Kaderschmiede Nummer eins für den deutschen Ingenieurnachwuchs

Sachsen verbessert sich zwischen 2007 und 2008 um 3,67 Punkte und belegt damit den Dynamik-Platz 7 in der wissenschaftlichen Bildungsstudie "Bildungsmonitor 2008", die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2008 zum fünften Mal erstellt wurde. Diese umfassende Analyse des föderalen Bildungssystems in Deutschland bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand 2006), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Gegenüber dem Bildungsmonitor 2007 legt Sachsen um 3,67 Punkte zu. In nahezu allen untersuchten Handlungsfeldern erreicht der Freistaat sehr gute oder gute Ergebnisse. Besonders herausragend ist die Ausbildungsquote in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Aber auch bei den Betreuungsrelationen und der Schulqualität liegt das Land in der Spitzengruppe. Die günstige Förderinfrastruktur und der relativ erfolgreiche Kampf gegen die Bildungsarmut sind weitere Stärken. Die größten Verbesserungen wurden in den Handlungsfeldern Zeiteffizienz (+19,68 Punkte) und Bildungsarmut (+7,13) erreicht.

Zusammen mit Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern bildet Sachsen erneut das Führungsquartett im Bildungsmonitor 2008. Dahinter folgt ein breit gefächertes Mittelfeld von Rang 5 bis Rang 15. Niedersachsen schneidet auf Rang 5 sogar leicht besser ab als der Bundesdurchschnitt. Die bisher erzielten Fortschritte im Bildungswesen dokumentiert NRW auf Rang 15. Das Bundesland erreicht mittlerweile eine Punktzahl, die fast dem Siegerwert aus dem Bildungsmonitor 2004 entspricht. Mecklenburg-Vorpommern rangiert mit bereits deutlichem Abstand auf Rang 16, konnte aber gegenüber 2004 ebenfalls erhebliche Zuwächse verzeichnen.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in Sachsen:

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik:

Sachsen ist und bleibt die Ingenieurschmiede Deutschlands. Die Quote der Absolventen in Ingenieurwissenschaften an allen Hochschulabsolventen war in Sachsen im Jahr 2006 mit 23 Prozent die höchste in Deutschland. Der Anteil der Ingenieure an allen Promotionen lag hier mit 16,4 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt (9,1) an der Spitze. Zudem kamen 2006 auf 100 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure wie in Berlin rund 8,8 Ingenieurabsolventen (Durchschnitt: 5,5). Einen höheren Wert wies nur Thüringen (9,5) auf. Sachsen kann somit nicht für den Ingenieurmangel und die daraus resultierenden Wertschöpfungsverluste in Milliarden-Höhe verantwortlich gemacht werden. Im Gegenteil, das Bundesland stützt durch sein Ausbildungsengagement das Fachkräfteangebot und die Innovationskraft anderer Bundesländer.

Betreuungsbedingungen:

Die Schüler-Lehrer-Relationen an allgemein bildenden Schulen waren in Sachsen 2006 deutlich besser als der bundesdeutsche Durchschnitt. Besonders im Sekundarbereich II können die Schüler von der Aufmerksamkeit der Lehrer profitieren: Hier kamen auf einen Lehrer rechnerisch nur elf Schüler (Bundesdurchschnitt: 13,5).

Förderinfrastruktur:

Im bundesdeutschen Vergleich überzeugt Sachsen nach wie vor durch eine gute Ganztagsinfrastruktur und bietet damit gute Förderbedingungen. Im Jahr 2006 besuchten zwei Drittel der Grundschüler eine öffentliche Ganztagsschule (Bundesdurchschnitt: 12,8 Prozent). Für die 3- bis 6-Jährigen ist diese Quote ähnlich hoch: Dort konnten 62,2 Prozent der Kinder länger als sieben Stunden betreut werden (Bundesdurchschnitt: 24,2). Hinzu kommt, dass die Kinder relativ häufig auf hochqualifiziertes Personals treffen: Mit vier Prozent liegt die Akademikerquote beim Personal in der Kindertagesbetreuung einen halben Prozentpunkt über dem Bundesdurchschnitt.

Bildungsarmut:

In Sachsen sind nur relativ wenige Schüler von Bildungsarmut betroffen. Bei den bereits bekannten PISA-Ergebnissen schnitt nur Bayern besser ab. Nur jeder siebte sächsische Jugendliche hat mit einer Leseschwäche zu kämpfen. Im Bundesdurchschnitt ist das bei jedem fünften Jugendlichen der Fall. Zudem wurde auch die Zahl der Schulabsolventen ohne Abschluss deutlich reduziert. Gemessen an allen Absolventen sank der Anteil von 9,1 Prozent 2005 auf 8,6 Prozent 2006 (Bundesdurchschnitt: 7,8 Prozent).

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2008 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Kennzahlen zur Ganztagsbetreuung, PISA-Ergebnisse, relative Abschlussquoten von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Anhang). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2006: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2008 auch mit den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Sachsen. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Sachsen im Bildungsmonitor 2008 der INSM

Informationen für Presse

Das Dynamikranking 2008 nach Einzelindikatoren

Wie hat sich Ihr Bundesland zwischen den Bildungsmonitoren 2004 und 2008 verändert? Vergleichen Sie anhand von 39 Einzelindikatoren - von A wie abgebrochene Ausbildungen bis P wie PISA-Test.

Haben Sie Fragen?

Christoph Windscheif
Telefon: 030 - 278 77 - 177

Weitere Veröffentlichungen