Logo der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Das Dynamikranking 2008

Klicken Sie auf Ihr Bundesland, um alle Stärken und Schwächen zu vergleichen.

  1. Niedersachsen
  2. Bremen
  3. Sachsen-Anhalt
  4. Saarland
  5. Thüringen
  6. Hamburg
  7. Sachsen
  8. Baden-Württemberg
  9. Nordrhein-Westfalen
  10. Brandenburg
  11. Rheinland-Pfalz
  12. Schleswig-Holstein
  13. Hessen
  14. Bayern
  15. Mecklenburg-Vorpommern
  16. Berlin

Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2008 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern legt um 2,25 Punkte zu

Hohe Quote abgebrochener Ausbildungsverträge +++ Vergleichsweise viele spät eingeschulte Kinder +++ Positiv: die Nachwuchsbildung in Mathematik und Naturwissenschaften

Mecklenburg-Vorpommern verbessert sich zwischen 2007 und 2008 um 2,25 Punkte und belegt damit den Dynamik-Platz 15 in der wissenschaftlichen Bildungsstudie "Bildungsmonitor 2008", die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2008 zum fünften Mal erstellt wurde. Diese umfassende Analyse des föderalen Bildungssystems in Deutschland bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand 2006), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Die größten Verbesserungen erreicht das Bundesland in den Handlungsfeldern Integration (+17,95), Zeiteffizienz (+12,38) und Betreuungsbedingungen (+9,61). Probleme gibt es insbesondere in der beruflichen Bildung – bedenklich angesichts erschwerter Bedingungen beim Zugang zum Arbeitsmarkt. Trotz der Fortschritte gegenüber dem Vorjahr, bleibt Mecklenburg-Vorpommern beim effizienten Umgang mit Bildungszeit ein Nachzügler. Positiv zu bewerten ist die Ausbildungsleistung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) im Vergleich zum Bedarf der heimischen Wirtschaft. Mecklenburg-Vorpommern erreicht in diesem Handlungsfeld den vierten Platz.

Mecklenburg-Vorpommern rangiert im Bildungsmonitor 2008 bereits mit deutlichem Rückstand auf Platz 16. Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern bilden erneut das Führungsquartett, gefolgt von einem breit gefächerten Mittelfeld von Niedersachsen auf Rang 5 bis NRW auf Rang 15. Niedersachsen schneidet auf Rang 5 leicht besser ab als der Bundesdurchschnitt. Die insgesamt bisher erzielten bundesweiten Fortschritte im Bildungswesen dokumentiert NRW auf Rang 15. Das Bundesland erreicht mittlerweile eine Punktzahl, die fast dem Siegerwert aus dem Bildungsmonitor 2004 entspricht. Aber auch Mecklenburg-Vorpommern konnte gegenüber dem Ausgangszeitraum deutliche Fortschritte erzielen.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in Mecklenburg-Vorpommern:

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik:

Der MINT-Bereich bleibt die Stärke Mecklenburg-Vorpommerns. Der Anteil der Hochschulabsolventen in Mathematik und Naturwissenschaften war an allen Hochschulabsolventen im Jahr 2006 mit 20,6 Prozent der höchste in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 15,4 Prozent). Ein großes Nachwuchsreservoir für Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Mit 29,1 Prozent war die Relation der Absolventen zu den beschäftigten Forschern die höchste in Deutschland. Hoch ist auch der Anteil der MINT-Wissenschaftler an allen Wissenschaftlern. So waren 65,2 Prozent der Hochschulwissenschaftler im MINT-Bereich tätig (Durchschnitt: 56,2 Prozent). Auch bei der Förderung des Ingenieursnachwuchses droht kein Mangel. Rechnerisch kamen 2006 in Mecklenburg-Vorpommern auf 100 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure etwa acht Ingenieurabsolventen (Bundesdurchschnitt 5,5).

Berufliche Bildung:

Im Bereich der beruflichen Bildung hat das Land noch viel zu tun. Die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt ist schwierig: Für nur 42 Prozent eines Altersjahrgangs standen 2006 betriebliche Ausbildungsplätze zur Verfügung. Aber auch von denjenigen, die eine Ausbildungsstelle gefunden haben, schlossen 20,8 Prozent die Ausbildung nicht erfolgreich ab (Bundesdurchschnitt: 14,3). Die Quote der in 2006 abgelegten Meister- oder Betriebswirtprüfungen an der Bevölkerung mit einem entsprechenden Abschluss lag im Land mit 1,4 Prozent auf einem sehr niedrigen Niveau (Bundesdurchschnitt: 2,3 Prozent). Nur die vollzeitschulischen Ausbildungsgänge sind positiv hervorzuheben: Hier schließen 90,9 Prozent der Absolventen erfolgreich ab (Durchschnitt: 79,7 Prozent).

Zeiteffizienz:

Beim Marsch durch die Bildungssysteme geht in Mecklenburg-Vorpommern viel Zeit verloren. Zwar sind die Studienzeiten im Bundesländervergleich sowie der Status bei der Umstellung der Studiengänge durchschnittlich zu bewerten. An Schulen sind die Probleme jedoch groß: Der Anteil verspätet eingeschulter Kinder sowie die Wiederholerquoten in Grundschule und weiterführenden Schulen lagen 2006 deutlich über dem Bundesländerdurchschnitt. Größtes Problem ist auch in diesem Handlungsfeld die berufliche Bildung: Mit mehr als 4.500 vorzeitig aufgelösten Ausbildungsverträgen verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern gemessen an der Zahl der Neuverträge die zweithöchste Abbrecherquote aller Bundesländer. Nur Berlin schneidet bei diesem Indikator schlechter ab.

Forschungsorientierung:

Die Forschungsorientierung der Hochschulen ist im Bundesländervergleich die niedrigste. Nur knapp vier Habilitationen pro 100 Professoren wurden im Land 2006 abgeschlossen (Bundesdurchschnitt: 5,4). Gleichzeitig weist eine relativ niedrige Quote eingeworbener Drittmittel auf Schwächen bei der Positionierung der Hochschulen im Ideenwettbewerb hin: Im Bundesdurchschnitt wurden im Jahr 2005 Drittmittel in Höhe von fast 70.000 Euro pro Professor (ohne Medizin) eingeworben. In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Betrag mit 39.000 Euro pro Professor weit unter dem Durchschnitt.

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2008 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Kennzahlen zur Ganztagsbetreuung, PISA-Ergebnisse, relative Abschlussquoten von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Anhang). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2006: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2008 auch mit den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Mecklenburg-Vorpommern. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Mecklenburg-Vorpommern im Bildungsmonitor 2008 der INSM

Informationen für Presse

Das Dynamikranking 2008 nach Einzelindikatoren

Wie hat sich Ihr Bundesland zwischen den Bildungsmonitoren 2004 und 2008 verändert? Vergleichen Sie anhand von 39 Einzelindikatoren - von A wie abgebrochene Ausbildungen bis P wie PISA-Test.

Haben Sie Fragen?

Christoph Windscheif
Telefon: 030 - 278 77 - 177

Weitere Veröffentlichungen