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Das Dynamikranking 2008

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Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2008 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft BremenBremen

Bremen legt um 5,44 Punkte zu

Weniger vorzeitig aufgelöste Ausbildungsverträge +++ starker Beitrag zur Akademisierung

Bremen verbessert sich zwischen 2007 und 2008 um 5,44 Punkte und belegt damit den Dynamik-Platz 2 in der wissenschaftlichen Bildungsstudie "Bildungsmonitor 2008", die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2008 zum fünften Mal erstellt wurde. Diese umfassende Analyse des föderalen Bildungssystems in Deutschland bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand 2006), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Bremen legt im Vergleich zum Vorjahr 5,44 Punkte zu. Besonders hoch sind die Zuwächse in den Handlungsfeldern Zeiteffizienz (+28,46), MINT (+7,34) und Internationalisierung (+10,53). Von allen Bundesländern trägt Bremen relativ zur Größe des Bundeslandes am stärksten zur Akademisierung bei. Schlusslicht bleibt Bremen im Handlungsfeld Bildungsarmut.

Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern bilden erneut das Führungsquartett im Bildungsmonitor 2008. Dahinter folgt ein breit gefächertes Mittelfeld von Rang 5 bis Rang 15, zu dem auch Bremen zählt. Niedersachsen schneidet auf Rang 5 leicht besser ab als der Bundesdurchschnitt. Die bisher erzielten bundesweiten Fortschritte im Bildungswesen dokumentiert NRW auf Rang 15. Das Bundesland erreicht mittlerweile eine Punktzahl, die fast dem Siegerwert aus dem Bildungsmonitor 2004 entspricht. Mecklenburg-Vorpommern rangiert mit bereits deutlichem Abstand auf Rang 16, konnte aber gegenüber 2004 ebenfalls erhebliche Zuwächse verzeichnen.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in Bremen

Zeiteffizienz:

Bremen überzeugt vor allem bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses. Bereits 76 Prozent der Studienanfänger waren im Jahr 2006 in den neuen Bachelorstudiengängen eingeschrieben – der mit Abstand höchste Wert aller 16 Bundesländer. Der Anteil verspätet eingeschulter Kinder ist im Jahr 2006 mit 2,3 Prozent der zweitbeste Wert in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 4,8 Prozent) und konnte gegenüber dem Jahr 2005 deutlich verbessert werden (2005: 6,8 Prozent). Auch der Anteil vorzeitig aufgelöster Ausbildungsverträge konnte in 2006 deutlich reduziert werden, beträgt gemessen an den Neuverträgen 20,4 Prozent und liegt damit besser als der Bundesdurchschnitt.

Internationalisierung:

Bremen ist auch beim Handlungsfeld Internationalisierung ganz vorne. Im Jahr 2006 kamen 15,1 Prozent aller Studierenden aus dem Ausland. Nur im grenznahen Saarland ist der Anteil der Bildungsausländer höher (Bundesdurchschnitt: 9,7 Prozent). Der hohe Internationalisierungsanspruch zeigt sich auch beim wissenschaftlichen Personal: mit knapp 29 Prozent ist der Anteil der Gastwissenschaftler der höchste aller Bundesländer (Bundesdurchschnitt: 14,5 Prozent). In diesem Handlungsfeld hat Bremen im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zugelegt und verzeichnet damit die stärkste Veränderung unter allen Bundesländern.

Akademisierung:

Bremen trägt mit Abstand am stärksten zur akademischen Ausbildungsleistung in Deutschland bei. Auf 100 Akademiker im erwerbsfähigen Alter, die in Bremen leben, verließen 2006 rechnerisch 6,4 Absolventen die Hochschulen. Das ist mit Abstand der höchste Wert aller 16 Bundesländer und genau doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt mit 3,2 Prozent. Jedoch lag die Quote im Vorjahr mit 6,7 Prozent noch höher. Bremens Hochschulen bilden damit in hohem Umfang den akademischen Nachwuchs anderer Bundesländer mit aus.

MINT:

Der Anteil der Hochschulabsolventen in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) an allen Hochschulabsolventen ist der fünfthöchste in Deutschland. Insbesondere die Zahl der Absolventen in Mathematik/Informatik, Naturwissenschaften und Technik konnte im Verhältnis zur Zahl der in der Hansestadt beschäftigten Forscher gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozentpunkte auf 22,5 Prozent gesteigert werden (Bundesdurchschnitt: 14,5 Prozent). Damit verzeichnet Bremen im Handlungsfeld MINT die zweitstärkste Verbesserung aller Bundesländer.

Bildungsarmut:

Bremen hat ein gravierendes Problem mit der Bildungsarmut. Die Risikogruppen bei PISA im Textverständnis, der Mathematik und den Naturwissenschaften sind hoch (jeweils der letzte Platz aller Bundesländer bei PISA 2003 – neuere Daten liegen noch nicht vor). Der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss konnte aber inzwischen deutlich gesenkt werden und beträgt im Jahr 2006 unterdurchschnittliche 7,2 Prozent (Bundesdurchschnitt; 7,8 Prozent) – der drittbeste Wert in Deutschland. Im Jahr 2005 betrug die Abbrecherquote noch 8,7 Prozent.

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2008 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Kennzahlen zur Ganztagsbetreuung, PISA-Ergebnisse, relative Abschlussquoten von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Anhang). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2006: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2008 auch mit den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Bremen. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Bremen im Bildungsmonitor 2008 der INSM

Informationen für Presse

Das Dynamikranking 2008 nach Einzelindikatoren

Wie hat sich Ihr Bundesland zwischen den Bildungsmonitoren 2004 und 2008 verändert? Vergleichen Sie anhand von 39 Einzelindikatoren - von A wie abgebrochene Ausbildungen bis P wie PISA-Test.

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Christoph Windscheif
Telefon: 030 - 278 77 - 177

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