Logo der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Das Dynamikranking 2008

Klicken Sie auf Ihr Bundesland, um alle Stärken und Schwächen zu vergleichen.

  1. Niedersachsen
  2. Bremen
  3. Sachsen-Anhalt
  4. Saarland
  5. Thüringen
  6. Hamburg
  7. Sachsen
  8. Baden-Württemberg
  9. Nordrhein-Westfalen
  10. Brandenburg
  11. Rheinland-Pfalz
  12. Schleswig-Holstein
  13. Hessen
  14. Bayern
  15. Mecklenburg-Vorpommern
  16. Berlin

Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2008 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft BerlinBerlin

Berlin legt um 1,71 Punkte zu

Hervorragende Ganztagsbetreuung in Kindertagesstätten und Grundschulen +++ Steigende Akademikerquote in der Bevölkerung

Berlin verbessert sich zwischen 2007 und 2008 um 1,71 Punkte und belegt damit den Dynamik-Platz 16 in der wissenschaftlichen Bildungsstudie "Bildungsmonitor 2008", die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2008 zum fünften Mal erstellt wurde. Diese umfassende Analyse des föderalen Bildungssystems in Deutschland bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand 2006), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Im Vergleich zu 2007 legt Berlin nur knapp zwei Punkte zu. Die Hauptstadt kann jedoch im nationalen Vergleich in fünf von 13 Handlungsfeldern überzeugen. Die größten Verbesserungen sind in den Handlungsfeldern Zeiteffizienz (+18,54) und Bildungsarmut (+10,58) zu verzeichnen. Zudem wurde die Förderinfrastruktur ausgebaut und erreicht den höchsten Stand in Deutschland. Akademisierung und die Forschungsorientierung von Universitäten überzeugen im nationalen Vergleich mit vorderen Plätzen. Auch die internationale Ausrichtung des Bildungssystems ist eine Stärke. Weit unterdurchschnittlich ist das Abschneiden in den Feldern Priorität der Bildungsausgaben, Inputeffizienz, berufliche Bildung und MINT.

Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern bilden erneut das Führungsquartett im Bildungsmonitor 2008. Dahinter folgt ein breit gefächertes Mittelfeld von Rang 5 bis Rang 15, zu dem auch Berlin zählt. Niedersachsen schneidet auf Rang 5 leicht besser ab als der Bundesdurchschnitt. Die bisher bundesweit erzielten Fortschritte im Bildungswesen dokumentiert NRW auf Rang 15. Das Bundesland erreicht mittlerweile eine Punktzahl, die fast dem Siegerwert aus dem Bildungsmonitor 2004 entspricht. Mecklenburg-Vorpommern rangiert mit bereits deutlichem Abstand auf Rang 16, konnte aber gegenüber 2004 ebenfalls erhebliche Zuwächse verzeichnen.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in Berlin

Förderinfrastruktur:

Beim Ausbau der Ganztagsinfrastruktur belegt Berlin im Bundesvergleich den ersten Platz. Der Anteil der Grundschüler an öffentlichen Ganztagsschulen war im Jahr 2006 mit 57 Prozent nach Sachsen und Thüringen der dritthöchste in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 12,2 Prozent). Auch bei den Kindern unter sechs Jahren war das Angebot an Ganztagsbetreuung deutlich besser als in anderen Bundesländern. Zudem besuchten knapp 22 von 100 Schülern im Sekundarbereich I gebundene Ganztagsschulen (Bundesdurchschnitt: 9,4).

Akademisierung:

Die Ausbildung des akademischen Nachwuchses spielt in Berlin eine große Rolle. Das lässt sich schon an einer überdurchschnittlich hohen Studienberechtigtenquote an allgemein bildenden Schulen ablesen: 34 Prozent der Schulabgänger von allgemein bildenden Schulen erwerben dort das Abitur – die höchste Quote in Deutschland. Aber auch die Attraktivität des Hochschulstandortes für die Abiturienten aus anderen Bundesländern hat einen starken Einfluss. Berlin bietet deutlich mehr Studienplätze an, als es für den Bedarf der eigenen Abiturienten benötigen würde. Dies zeigt sich auch daran, dass die Bundeshauptstadt gemessen an der eigenen Einwohnerzahl die meisten Absolventen von Hochschulen nach Bremen verzeichnet.

Forschungsorientierung:

Mit sieben Habilitationen pro 100 Professoren erreichte das Land nach Schleswig-Holstein (7,4) den zweitbesten Wert in Deutschland. Hinter Bremen und Baden-Württemberg wurden mit 76.000 Euro je Professor in 2005 die drittmeisten Drittmittel eingeworben (Daten ohne medizinische Einrichtungen). Der Bundesdurchschnitt betrug 69.400 Euro. Auch die Promotionshäufigkeit an Berliner Hochschulen lag 2006 über dem deutschen Durchschnitt.

Integration:

Der für die meisten Bundesländer schwierige Bereich der Förderung Jugendlicher mit Migrationshintergrund funktioniert vergleichsweise gut: Die Abiturientenquote unter ausländischen Jugendlichen in allgemein bildenden Schulen ist zwar gefallen und betrug 2006 nur 13 Prozent. Dies ist aber immer noch der viertbeste Wert nach Hamburg, Hessen und NRW. Allerdings ist der Anteil unter ausländischen Schulabsolventen, die keinen Schulabschluss erreichen, mit 20,7 Prozent der drittschlechteste Wert in Deutschland.

Berufliche Bildung:

Bezogen auf die Bevölkerung im entsprechenden Alter werden in Berlin die wenigsten erfolgreichen Absolventen von Fortbildungsprüfungen und die geringste Zahl an Einstiegsqualifizierungen für Jugendliche gezählt. Trotz des viertniedrigsten Angebots an betrieblichen Ausbildungsstellen ist die Erfolgsquote bei Abschlussprüfungen gering. Die Durchfallquote von 19,4 Prozent wird nur von drei anderen Bundesländern übertroffen.

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2008 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Kennzahlen zur Ganztagsbetreuung, PISA-Ergebnisse, relative Abschlussquoten von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Anhang). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2006: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2008 auch mit den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Berlin. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Berlin im Bildungsmonitor 2008 der INSM

Informationen für Presse

Das Dynamikranking 2008 nach Einzelindikatoren

Wie hat sich Ihr Bundesland zwischen den Bildungsmonitoren 2004 und 2008 verändert? Vergleichen Sie anhand von 39 Einzelindikatoren - von A wie abgebrochene Ausbildungen bis P wie PISA-Test.

Haben Sie Fragen?

Christoph Windscheif
Telefon: 030 - 278 77 - 177

Weitere Veröffentlichungen