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Das Dynamikranking 2008

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Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2008 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft BayernBayern

Bayern legt um 2,38 Punkte zu

Weiterhin im Führungsquartett der deutschen Bildungssysteme +++ Mehr erfolgreiche Abschlüsse in Schulen und Lehre

Bayern verbessert sich zwischen 2007 und 2008 um 2,38 Punkte und belegt damit den Dynamik-Platz 14 in der wissenschaftlichen Bildungsstudie "Bildungsmonitor 2008", die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2008 zum fünften Mal erstellt wurde. Diese umfassende Analyse des föderalen Bildungssystems in Deutschland bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand 2006), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Besonders stark schneidet Bayern bei den Ausgaben pro Teilnehmer am Bildungssystem (Schüler, Studierende, Auszubildende, etc) ab, die gemessen an den sonstigen öffentlichen Ausgaben je Einwohner bundesweit am höchsten sind. Nur Thüringen weist ein ähnlich gutes Verhältnis auf. Bei der beruflichen Bildung erreicht Bayern hinter Baden-Württemberg den zweiten Platz. Insgesamt ist es Bayern gelungen, sein hohes Bildungsniveau auszubauen. Im Vergleich zu 2007 legt das Land gut zwei Punkte zu. Besonders ausgeprägt sind die Verbesserungen in den Handlungsfeldern Zeiteffizienz (+15,84), Bekämpfung der Bildungsarmut (+6,16) und der Ausgabenpriorisierung (+4,14). Fortschritte verzeichnet Bayern ebenso im Handlungsfeld MINT (+0,98). Dennoch besteht in diesem Punkt weiterhin deutliches Verbesserungspotenzial. Gemessen am Bedarf der bayerischen Wirtschaft ist die Zahl der Absolventen in mathematisch-ingenieurwissenschaftlich-naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen (MINT) zu gering.

Bayern gehört mit Rang 4 im Bildungsmonitor 2008 zum Spitzenquartett, zu dem noch Sachsen, Baden-Württemberg und Thüringen gehört. Es folgt ein breit gefächertes Mittelfeld, das von Niedersachsen auf Rang 5 bis NRW auf Rang 15 reicht. Niedersachsen schneidet auf Rang 5 leicht besser ab als der Bundesdurchschnitt. Die insgesamt bisher erzielten bundesweiten Fortschritte im Bildungswesen dokumentiert NRW auf Rang 15. Das Bundesland erreicht mittlerweile eine Punktzahl, die fast dem Siegerwert aus dem Bildungsmonitor 2004 entspricht. Mecklenburg-Vorpommern rangiert bereits mit deutlichem Abstand auf Platz 16, obwohl auch dieses Bundesland gegenüber 2004 erhebliche Zuwächse verzeichnen konnte.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in Bayern

Bildungsarmut:

Wie aus PISA 2003 bekannt, ist der Anteil der 15-jährigen Schüler mit großen Problemen beim Textverständnis oder in der Mathematik am niedrigsten in Deutschland. Darüber hinaus gibt es gegenüber dem Vorjahr weitere Fortschritte bei der Schulabbrecherquote. Seit 2001 ist der Anteil der Schulabsolventen ohne Abschluss an allen Schulabsolventen kontinuierlich von 10,1 Prozent auf 7,9 Prozent in 2005 und 7,4 Prozent in 2006 (Bundesdurchschnitt: 7,8 Prozent) gesunken. Damit erreicht Bayern inzwischen das viertbeste Ergebnis aller Bundesländer.

Berufliche Bildung:

Im Jahr 2006 wurden 89.941 neue betriebliche Ausbildungsverträge geschlossen. Bezogen auf einen durchschnittlichen Altersjahrgang der 16- bis 20-Jährigen schlossen damit rund 65 Prozent der Jugendlichen eines Jahrgangs einen neuen Ausbildungsvertrag ab. Rechnerisch konnte von allen Flächenländern nur das Saarland eine bessere Quote erzielen. Der Bundesdurchschnitt von 55 Prozent wurde von Bayern deutlich übertroffen. Neben dem hohen Stellenangebot ist auch die Ausbildungsreife bemerkenswert. Rund 88 Prozent der Abschlussprüfungen wurden 2006 bestanden – der viertbeste Wert in Deutschland. Besonders stark ist Bayern in der beruflichen Weiterbildung. Bezogen auf die Bevölkerungsgröße und sogar in absoluten Werten verzeichnete Bayern im Jahr 2006 mit 20.435 die höchste Zahl erfolgreicher Teilnehmer an Fortbildungsprüfungen. Das waren – in absoluten Zahlen - 5.000 erfolgreiche Fortbildungsprüfungen mehr als im Bundesdurchschnitt.

Ausgabenpriorisierung:

Bayern investiert hohe Geldbeträge in die Ausbildung pro Schüler. So liegen im Jahr 2005 die Bildungsausgaben pro Grundschüler, Schüler an den weiterführenden Schulen und Studierenden deutlich über dem Bundesdurchschnitt. An Gymnasien sind die Ausgaben pro Schüler nach Thüringen die höchsten. Auch an Hauptschulen und Realschulen wird für jeden Schüler mehr ausgegeben als im Bundesdurchschnitt. Damit setzt Bayern eindeutige Präferenzen für den Bildungsbereich, denn die sonstigen öffentlichen Ausgaben pro Einwohner gehören zu den niedrigsten in Deutschland.

MINT:

Die Ausbildungsqualität an bayerischen Universitäten ist in den technischen Fächern exzellent. Die Ausbildungsleistung hinkt jedoch gegenüber dem Bedarf der bayerischen Wirtschaft zurück. So absolvierten im Jahr 2006 nur 4.635 Studierende erfolgreich ihr Erststudium als Ingenieur. In NRW und Baden-Württemberg, in denen im Jahr 2006 etwa ähnlich viele Ingenieure sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, wurden hingegen 7.655 bzw. 5.547 Ingenieure ausgebildet. Auf 100 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure kamen in Bayern im Jahr 2006 damit nur etwa 3,7 Jungingenieure – der schlechteste Wert in Deutschland. Thüringen mit 9,5 und Sachsen mit 8,8 lagen hier bundesweit an der Spitze. Ein Grund hierfür ist auch das relativ geringe Gewicht der MINT-Fächer am Ausbildungsengagement der Hochschulen. 14,9 Prozent aller Absolventen kamen im Jahr 2006 aus den Ingenieurwissenschaften – ein Wert, der deutlich unterhalb des Bundesdurchschnitts von 16,1 Prozent und deutlich unter den Werten für Baden-Württemberg (18,6 Prozent) und dem Primus Sachsen (23 Prozent) lag.

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2008 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Kennzahlen zur Ganztagsbetreuung, PISA-Ergebnisse, relative Abschlussquoten von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Glossar). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2006: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2008 auch mit den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Bayern. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Bayern im Bildungsmonitor 2008 der INSM

Informationen für Presse

Das Dynamikranking 2008 nach Einzelindikatoren

Wie hat sich Ihr Bundesland zwischen den Bildungsmonitoren 2004 und 2008 verändert? Vergleichen Sie anhand von 39 Einzelindikatoren - von A wie abgebrochene Ausbildungen bis P wie PISA-Test.

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Christoph Windscheif
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