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Das Dynamikranking 2008

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Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2008 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Baden-WürttembergBaden-Württemberg

Baden-Württemberg legt um 3,59 Punkte zu

Das Bundesland baut sein gutes Bildungsniveau weiter aus +++ Quote der Schulabgänger ohne Abschluss noch einmal gesenkt

Baden-Württemberg verbessert sich zwischen 2007 und 2008 um 3,59 Punkte und belegt damit den Dynamik-Platz 8 in der wissenschaftlichen Bildungsstudie "Bildungsmonitor 2008", die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2008 zum fünften Mal erstellt wurde. Diese umfassende Analyse des föderalen Bildungssystems in Deutschland bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand 2006), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Baden-Württemberg hat verglichen zum Vorjahr um 3,59 Punkte zugelegt und überzeugt in sieben von 13 Handlungsfeldern. Die Steigerung geht insbesondere auf Verbesserungen in den Handlungsfeldern Zeiteffizienz (+15,44) und Internationalisierung (+8,0) zurück. Bildung genießt einen hohen Stellenwert im Ausgabeverhalten der öffentlichen Haushalte. Die finanziellen Mittel werden zudem im Bundesdurchschnitt am zweiteffizientesten eingesetzt. Eine weitere Stärke des Bildungswesens findet sich im Bereich der beruflichen Bildung und Akademisierung. Die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder aus einkommensschwächeren Familien bleibt in Baden-Württemberg jedoch ein Problembereich.

Zusammen mit Sachsen, Thüringen und Bayern bildet Baden-Württemberg erneut das Führungsquartett im Bildungsmonitor 2008. Dahinter folgt ein breit gefächertes Mittelfeld von Rang 5 bis Rang 15. Niedersachsen schneidet auf Rang 5 leicht besser ab als der Bundesdurchschnitt. Die bisher erzielten bundesweiten Fortschritte im Bildungswesen dokumentiert NRW auf Rang 15. Das Bundesland erreicht mittlerweile eine Punktzahl, die fast dem Siegerwert aus dem Bildungsmonitor 2004 entspricht. Mecklenburg-Vorpommern rangiert mit bereits deutlichem Abstand auf Rang 16, konnte aber gegenüber 2004 ebenfalls erhebliche Zuwächse verzeichnen.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in Baden-Württemberg

Bildungsarmut:

Baden-Württemberg ist im Handlungsfeld Bildungsarmut Spitzenreiter. Wie aus den PISA-Studien bekannt, ist der Anteil der Schüler, die als Risikogruppe bezeichnet werden müssen, in Baden-Württemberg gering. Dies drückt sich auch im niedrigsten Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss in ganz Deutschland aus. Zudem fiel die Quote von 6,7 Prozent im Jahr 2005 auf 6,3 Prozent im Jahr 2006 (Bundesdurchschnitt: 7,8 Prozent).

Berufliche Bildung:

Die berufliche Bildung und die Integration der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt gelingt in Baden-Württemberg so gut wie in keinem anderen Land. Gut 93 Prozent der Auszubildenden im dualen System schlossen 2006 ihre Ausbildung erfolgreich ab – das ist der höchste Wert im Bundesdurchschnitt. Die hohe Qualität der Schulabgänger und die relativ entspannte Situation auf dem Ausbildungsmarkt werden auch durch einen geringen Anteil Jugendlicher bestätigt, die an speziellen Ausbildungsprogrammen teilnehmen müssen. Nur 10,3 Prozent der 16- bis 20-Jährigen besuchten Lehrgänge, die zu keinem beruflichen Abschluss führten (Bundesdurchschnitt: 17 Prozent).

Inputeffizienz:

Baden-Württemberg investiert vergleichsweise viel Geld in sein Bildungssystem. Dazu kann das Land eine relativ ausgewogene Altersstruktur beim Personal vorweisen. Gleichzeitig scheiden immer weniger Lehrkräfte vorzeitig aus dem Schuldienst aus. 2006 waren es mit nur 19 Prozent fünf Prozentpunkte weniger als im Bundesdurchschnitt. Beides zusammen erleichtert eine langfristig nachhaltige Personalpolitik. Auch die Hochschulen überzeugen durch eine hohe Wettbewerbsorientierung. Mit 19,9 Prozent war der Deckungsbeitrag der Drittmittel an den Hochschulausgaben im Jahr 2005 nach Bremen der zweithöchste in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 16,6 Prozent).

Zeiteffizienz:

Beim bewussten Umgang mit dem wertvollen Gut Bildungszeit ist Baden-Württemberg relativ gut aufgestellt. Die Wiederholerquoten an allgemein bildenden und beruflichen Schulen sind gesunken, der Anteil der Studienanfänger in Bachelorstudiengängen gestiegen. Den bundesweit besten Wert weist das Land zudem mit 16,3 Prozent bei dem Verhältnis der vorzeitig aufgelösten Ausbildungsverträge zu den neu abgeschlossen Ausbildungsverträgen auf (Bundesdurchschnitt: 20,5).

Integration:

Das Handlungsfeld Integration Jugendlicher mit Migrationshintergrund oder aus einkommensschwächeren Familien ist der Schwachpunkt Baden-Württembergs. Nach wie vor hängen die Kompetenzen der 15-Jährigen stark von ihrer sozialen Herkunft ab. Zwar ist die Schulabbrecherquote unter ausländischen Schulabsolventen niedriger als der Bundesdurchschnitt – jedoch weit entfernt von den geringen Abbrecherquoten der deutschen Schüler. Die Studienberechtigtenquote ist an allgemein bildenden Schulen unter ausländischen Schulabsolventen im Jahr 2006 mit 3,9 Prozent die niedrigste in Deutschland.

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2008 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Kennzahlen zur Ganztagsbetreuung, PISA-Ergebnisse, relative Abschlussquoten von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Glossar). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2006: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2008 auch mit den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Baden-Württemberg. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Baden-Württemberg im Bildungsmonitor 2008 der INSM

Informationen für Presse

Das Dynamikranking 2008 nach Einzelindikatoren

Wie hat sich Ihr Bundesland zwischen den Bildungsmonitoren 2004 und 2008 verändert? Vergleichen Sie anhand von 39 Einzelindikatoren - von A wie abgebrochene Ausbildungen bis P wie PISA-Test.

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Ronald Voigt
Telefon: 030 - 278 77 - 178

Weitere Veröffentlichungen