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Das Bestandsranking 2008

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  16. Mecklenburg-Vorpommern

Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2008 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ThüringenThüringen Platz 3

Thüringen macht in der Spitzengruppe den größten Sprung

Das Land legt im Bildungsmonitor 2008 um 4,6 Punkte zu +++ Zuwächse im MINT-Bereich +++ Gute Betreuungsbedingungen an den Schulen

Thüringen belegt mit 69,65 Punkten Platz 3 in der wissenschaftlichen Bildungsstudie "Bildungsmonitor 2008", die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2008 zum fünften Mal erstellt wurde. Diese umfassende Analyse des föderalen Bildungssystems in Deutschland bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand 2006), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Thüringen ist es gelungen, sich im Durchschnitt der 13 bewerteten Handlungsfelder deutlich zu verbessern. Besonders groß waren die Zuwächse in den Handlungsfeldern Zeiteffizienz (+27,33) und MINT (Ausbildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik; +6,90). An den Schulen sind die Unterrichtsbedingungen im Bundesländervergleich günstig. Hier erreicht Thüringen ebenso den ersten Platz wie im Handlungsfeld Ausgabenpriorisierung. Auch die Förderinfrastruktur ist exzellent (Platz 2). Gravierende Schwächen bestehen in Thüringen in keinem Handlungsfeld.

Zusammen mit Sachsen, Baden-Württemberg und Bayern bildet Thüringen erneut das Führungsquartett im Bildungsmonitor 2008. Dahinter folgt ein breit gefächertes Mittelfeld von Rang 5 bis Rang 15. Niedersachsen schneidet auf Rang 5 leicht besser ab als der Bundesdurchschnitt. Die bisher erzielten bundesweiten Fortschritte im Bildungswesen dokumentiert NRW auf Rang 15. Das Bundesland erreicht mittlerweile eine Punktzahl, die fast dem Siegerwert aus dem Bildungsmonitor 2004 entspricht. Mecklenburg-Vorpommern rangiert mit bereits deutlichem Abstand auf Rang 16, konnte aber gegenüber 2004 ebenfalls erhebliche Zuwächse verzeichnen.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in Thüringen

Ausgabenpriorisierung (1. Platz):

Mit 4.800 Euro pro Grundschüler waren die Bildungsausgaben in Thüringen im Jahr 2005 die dritthöchsten aller Bundesländer (Bundesdurchschnitt: 4.000 Euro). Hier wird Thüringen nur von Hamburg und Sachsen-Anhalt übertroffen, die aber auch insgesamt pro Einwohner deutlich höhere öffentliche Ausgaben schultern. In Relation zu den öffentlichen Gesamtausgaben pro Einwohner sind die Bildungsausgaben pro Grundschüler die höchsten aller Bundesländer. Die Ausgabenrelationen in anderen Bildungsbereichen sind ähnlich.

Betreuungsbedingungen (1. Platz):

Den besten Platz aller Bundesländer erreicht Thüringen auch bei den Betreuungsrelationen. Insbesondere im Bereich der Sekundarstufe I war die Schüler-Lehrer-Relation im Jahr 2006 mit Abstand die beste in Deutschland. Rechnerisch kommen auf einen Lehrer am Gymnasium im Sek-I-Bereich 13,5 Schüler, im Bundesdurchschnitt sind es 17,8 Schüler. Damit ergeben sich für die Schulen in Thüringen sehr gute Bedingungen, um einen Unterricht durchzuführen, der die individuelle Förderung der Schüler in den Mittelpunkt stellt.

Förderinfrastruktur (2. Platz):

Bei der Förderinfrastruktur ist nur Berlin besser. Mit 30,1 und 84,5 Prozent war das Ganztagsangebot für Kinder zwischen null und drei sowie zwischen drei und sechs Jahren 2006 das höchste in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 6,5 bzw. 24,2 Prozent). Auch das Angebot an Ganztagsgrundschulen ist bundesweit einmalig. Knapp 63 Prozent der Grundschüler besuchten im Jahr 2006 eine öffentliche Ganztagsschule. Im Bundesdurchschnitt konnten diese Schulform nur 12,2 Prozent aller Grundschüler besuchen. Lediglich bei der Akademisierung des Personals an Kindertagesstätten belegt Thüringen nur einen durchschnittlichen Wert.

Zeiteffizienz (4. Platz):

Bei der Umstellung der Studiengänge ist Thüringen weit vorangekommen. Lediglich fünf Bundesländer wiesen im Jahr 2006 einen höheren Anteil an Studienanfängern in den Bachelor-Studiengängen auf als Thüringen (47,5 Prozent). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 42 Prozent. Zudem geht wenig Zeit in den Schulen verloren. Die Wiederholerquote an den Grundschulen beträgt nur 0,4 Prozent – der beste Wert aller Bundesländer (Bundesdurchschnitt: 3,7 Prozent). Auch an den weiterführenden Schulen ist die Wiederholerquote geringer als im Bundesdurchschnitt.

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (3. Platz):

Neben Sachsen kann Thüringen als bundesdeutsche Ingenieurschmiede bezeichnet werden. Der Anteil der Ingenieure an allen Hochschulabsolventen betrug im Jahr 2006 rund 21 Prozent (Bundesdurchschnitt: 16,1 Prozent). Die Zahl der Ingenieurabsolventen konnte von 829 im Jahr 2000 auf 1259 im Jahr 2006 gesteigert werden. Bezogen auf die sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ingenieure bildet kein Bundesland so viele Ingenieure aus. In Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften ist das Ausbildungsengagement in Thüringen hingegen geringer. Dennoch weist Thüringen im MINT-Bereich gegenüber dem Vorjahr die drittstärkste Verbesserung aller Bundesländer auf.

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2008 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Kennzahlen zur Ganztagsbetreuung, PISA-Ergebnisse, relative Abschlussquoten von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Anhang). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2006: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2008 auch mit den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Thüringen. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Thüringen im Bildungsmonitor 2008 der INSM

Informationen für Presse

Das Bestandsranking 2008 nach Einzelindikatoren

Klicken Sie hier, um den Zustand der Bildungssysteme in Ihrem Bundesland an Hand von 39 Einzelindikatoren zu vergleichen - von A wie abgebrochene Ausbildungen bis P wie PISA-Test.

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Christoph Windscheif
Telefon: 030 - 278 77 - 177

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