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Das Bestandsranking 2011

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Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2011 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Mecklenburg-VorpommernMecklenburg-Vorpommern Platz 10

Mecklenburg-Vorpommern: Stärkste Verbesserung aller Bundesländer

Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit +++ Mecklenburg-Vorpommern gut bei Integration und Förderinfrastruktur +++ Schwächen bei Zeiteffizienz und Akademisierung

Berlin . Mecklenburg-Vorpommern verbessert sich von Rang 15 auf Rang 10 im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer. Das geht aus dem Bildungsmonitor 2011 hervor. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit erzielt.

Mecklenburg-Vorpommern schneidet in den untersuchten Handlungsfeldern unterschiedlich ab. Eine besondere Stärke weist Mecklenburg-Vorpommern bei der Integration von Schülern aus bildungsfernen Schichten (Platz 1). Überdurchschnittlich sind die Betreuungsrelationen an Schulen, die Förderinfrastruktur, das Gewicht der Forschung und der MINT-Fächer an den Hochschulen zu bewerten. Schwächen bestehen in einem geringen Beitrag zur Akademisierung und einer wenig effizienten Nutzung von Bildungszeit.

Auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit sind Fortschritte in Mecklenburg-Vorpommern erzielt worden. Im Jahr 2000 standen pro Schüler weniger Ganztagsplätze und Lehrer an Grundschulen zur Verfügung als heute. Der Anteil der Jugendlichen ohne Ausbildungsreife war im Jahr 2000 höher. Bei den Abschlussprüfungen der Berufsausbildung scheiterte in 2000 ein höherer Anteil an jungen Menschen als heute und ein geringerer Anteil erreichte an beruflichen Schulen eine Zugangsberechtigung zu den Hochschulen. Die Verbesserungen der Quoten führen bezogen auf heutige Schülerzahlen zu folgenden rechnerischen Effekten: ein Plus von 1.500 Ganztagsplätzen und 100 Lehrern an Grundschulen, zusätzlich 600 Jugendliche mit Ausbildungsreife und zusätzlich 500 erfolgreiche Prüfungen in der dualen Ausbildung und 500 Abiturienten an beruflichen Schulen.

Fortschritte im Bildungssystem haben in den letzten Jahren auch zu einer Stärkung der Wachstumskräfte im Land beigetragen. Seit dem Jahr 2000 haben rund 8.400 Jungakademiker mehr die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. Die zusätzliche Ausbildungsleistung der Hochschulen geht mit einem jährlichen Wachstumsbeitrag von rund 140 Millionen Euro einher.

Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg bilden das Spitzentrio im Bildungsmonitor 2011. Dahinter folgen Bayern und Rheinland-Pfalz. Die übrigen 11 Bundesländer liegen eng beieinander. Gegenüber dem Bildungsmonitor 2010 haben sich Mecklenburg-Vorpommern, (+5,4 Punkte), Thüringen (+4,1), Berlin (+3,7), Rheinland-Pfalz (+3,2), NRW (+3,1) und Hessen (+3,0) besonders stark verbessert. Trotz aller Fortschritte bleibt die weitere Reduzierung von Bildungsarmut die zentrale Aufgabe für die Politik. Bildung entscheidet stärker denn je über Perspektiven in einer Gesellschaft und die Förderung jedes einzelnen Talents ist wichtig, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern.

Zu einzelnen bildungspolitischen Handlungsfeldern in Mecklenburg-Vorpommern:

Integration (BM 2011: 1. Platz):

Bei PISA-2006 hingen in Mecklenburg-Vorpommern der der Erfolg der Kinder und die Herkunft der Eltern kaum zusammen – der zweitbeste Wert in Deutschland. Auch bei der Überprüfung der Mindeststandards im Lesen im Jahr 2009 war der Effekt des sozialen Hintergrunds auf die Bildungsergebnisse der Jugendlichen geringer als im Bundesländerdurchschnitt – hier wurde ein Platz im vorderen Mittelfeld erreicht. Ein weiterer Erfolgsfaktor: unter ausländischen Jugendlichen erwarben mit 19,1 Prozent an allgemein bildenden Schulen deutlich mehr Schüler als im Bundesdurchschnitt (11,7 Prozent) das Abitur.

Förderinfrastruktur (BM 2011: 4 Platz):

Eine ausgebaute Förderinfrastruktur ist wichtig, um Bildungsgerechtigkeit zu erreichen. Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich durch eine gute Ganztagsinfrastruktur aus: 24,0 Prozent der 0 bis 3-jährigen Kinder und 55,9 Prozent der 3 bis 6-jährigen Kinder hatten im Jahr 2010 einen Ganztags-KITA-Platz (Bundesdurchschnitt: 10,2 bzw. 32,1 Prozent). Beim Ganztagsangebot an Schulen ergab sich im Jahr 2009 ein uneinheitliches Bild: bei den Grundschulen war das Angebot geringer als im Durchschnitt, bei gebundenen Angeboten der Sekundarstufe wies Mecklenburg-Vorpommern den Bestwert in Deutschland auf.

MINT (BM 2011: 6. Platz):

Die Hochschulausbildung in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hat in Mecklenburg-Vorpommern ein hohes Gewicht. 64,6 Prozent des Hochschulpersonals des Jahres 2009 hatten eine MINT-Ausrichtung (Bundesdurchschnitt: 54,6 Prozent). Ein höherer Anteil als im Bundesdurchschnitt erwarb an Hochschulen einen MINT-Abschluss. Verglichen mit der Anzahl aller Beschäftigten in der Forschung und Entwicklung wies Mecklenburg-Vorpommern zudem die dritthöchste Zahl an MINT- Absolventen auf. Bei der Ingenieurersatzquote werden ebenso überdurchschnittliche Werte erreicht. Auf 100 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure kamen rechnerisch 8,1 Ingenieurabsolventen (Bundesdurchschnitt: 6,8; Bestwert Thüringen: 13,3).

Zeiteffizienz (BM 2011: 15. Platz):

Besonders problematisch in Mecklenburg-Vorpommern ist, dass im Jahr 2009 4.470 Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst wurden. Gemessen an den 11.152 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen betrug die Abbruchquote damit 40,1 Prozent. Sie war damit die höchste bundesweit (Durchschnitt: 25,2 Prozent). Nachholbedarf besteht auch noch bei der Umsetzung der Bologna-Beschlüsse an den Hochschulen. 12 Bundesländer hatten im Jahr 2009 bereits einen höheren Anteil der Plätze für Studienanfänger umgestellt.

Akademisierung (BM 2011: 15. Platz):

An allgemein bildenden Schulen erreichte im Jahr 2009 ein ähnlicher Anteil wie im Durchschnitt der anderen Bundesländer eine Studienberechtigung (Quote: 30,3 Prozent; Bundesdurchschnitt: 29,9 Prozent). Auch wenn sich die Quoten in den letzten Jahren verbessert haben: Die beruflichen Schulen trugen weiterhin kaum etwas zur Akademisierung der Bevölkerung bei. Mit 8,4 Prozent der Bevölkerung erwarb der geringste Anteil bundesweit ein Abitur auf diesem Bildungsweg (Durchschnitt: 17,6 Prozent). Auch Duale Studiengänge sind bislang in Mecklenburg-Vorpommern wenig verbreitet.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Mecklenburg-Vorpommern. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Mecklenburg-Vorpommern im Bildungsmonitor 2011 der INSM

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Das Bestandsranking 2011 nach Einzelindikatoren

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Julia Saalmann
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