Logo der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Das Bestandsranking 2011

Klicken Sie auf Ihr Bundesland, um alle Stärken und Schwächen zu vergleichen.

  1. Sachsen
  2. Thüringen
  3. Baden-Württemberg
  4. Bayern
  5. Rheinland-Pfalz
  6. Bremen
  7. Hessen
  8. Niedersachsen
  9. Sachsen-Anhalt
  10. Mecklenburg-Vorpommern
  11. Saarland
  12. Nordrhein-Westfalen
  13. Brandenburg
  14. Hamburg
  15. Schleswig-Holstein
  16. Berlin

Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2011 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft HessenHessen Platz 7

Hessen auf Rang 7 im Bildungsvergleich der Bundesländer

Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit +++ Stärken: Inputeffizienz und Integration +++ Schwächen: Internationalisierung und Förderinfrastruktur

Berlin . Hessen belegt Rang 7 im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer. Das geht aus dem Bildungsmonitor 2011 hervor. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes Fortschritte auf dem Weg zu mehr Wachstum und Bildungsgerechtigkeit erzielt.

Hessen schneidet in den untersuchten Handlungsfeldern unterschiedlich ab. Stärken weist das Bundesland bei den Handlungsfeldern Inputeffizienz (Platz 3) und Integration (Platz 3) auf. Überdurchschnittlich schneidet Hessen bei der Forschungsorientierung ab. Verbesserungsbedarf besteht insbesondere bei den Handlungsfeldern Internationalisierung und Förderinfrastruktur.

Auf dem Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit sind Fortschritte erzielt worden. Im Jahr 2000 standen pro Schüler weniger Ganztagsplätze und Lehrer an Grundschulen zur Verfügung als heute. Der Anteil der Schulabbrecher war im Jahr 2000 höher, ebenso der Anteil der Jugendlichen ohne Ausbildungsreife. Bei den Abschlussprüfungen der Berufsausbildung scheiterte in 2000 ein höherer Anteil an jungen Menschen als heute und weniger Jugendliche erreichten an beruflichen Schulen eine Zugangsberechtigung zu den Hochschulen. Die Verbesserungen der Quoten führen bezogen auf heutige Schülerzahlen zu folgenden rechnerischen Effekten: ein Plus von 18.900 Ganztagsplätzen und 1.950 Lehrern an Grundschulen, zusätzlich 3.450 Jugendliche mit Ausbildungsreife und 2.600 Schüler mit einem Schulabschluss und zusätzlich 1.000 erfolgreiche Prüfungen in der dualen Ausbildung und 3.100 Abiturienten an beruflichen Schulen.

Fortschritte im Bildungssystem haben in den letzten Jahren auch zu einer Stärkung der Wachstumskräfte im Land beigetragen. Seit dem Jahr 2000 haben knapp 32.000 Jungakademiker mehr die hessischen Hochschulen verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. Die zusätzliche Ausbildungsleistung der Hochschulen geht mit einem jährlichen Wachstumsbeitrag von rund 500 Millionen Euro einher.

Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg bilden das Spitzentrio im Bildungsmonitor 2011. Dahinter folgen Bayern und Rheinland-Pfalz. Die übrigen 11 Bundesländer liegen eng beieinander. Gegenüber dem Bildungsmonitor 2010 haben sich Mecklenburg-Vorpommern (+5,4 Punkte), Thüringen (+4,1), Berlin (+3,7), Rheinland-Pfalz (+3,2), NRW (+3,1) und Hessen (+3,0) besonders stark verbessert. Trotz aller Fortschritte bleibt die weitere Reduzierung von Bildungsarmut die zentrale Aufgabe für die Politik. Bildung entscheidet stärker denn je über Perspektiven in einer Gesellschaft und die Förderung jedes einzelnen Talents ist wichtig, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern.

Zu einzelnen bildungspolitischen Handlungsfeldern in Hessen:

Inputeffizienz (BM 2011: 3. Platz):

Nur in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verteilten sich die Lehrer im Jahr 2009 an allgemeinbildenden Schulen gleichmäßiger über die verschiedenen Altersgruppen. Eine positive T endenz zeigten auch die vorzeitigen Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit. Waren im Jahr 2002 noch 66 Prozent der Eintritte in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit, so sank diese Quote auf 15,8 Prozent im Jahr 2009 – der zweitbeste Wert in Deutschland. Damit musste das Land weniger Doppelausgaben für Vorruheständler und Ersatzlehrer stemmen als noch sieben Jahre zuvor.

Integration (BM 2011: 3. Platz):

Der Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft der Schüler ist weniger eng als in den meisten anderen Bundesländern. So erlangten im Jahr 2009 überdurchschnittlich viele Jugendliche mit einer ausländischer Staatsangehörigkeit an Gymnasien und Gesamtschulen das Abitur (14,2 Prozent vs. 11,7 Prozent im Durchschnitt). Mit 14,6 Prozent war die Studienberechtigtenquote unter Ausländern an beruflichen Schulen der Bestwert in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 9,6 Prozent). Relativ zum Anteil der Abiturienten insgesamt wies nur Hamburg einen geringeren Unterschied auf. 12,9 Prozent der ausländischen Schulabsolventen erreichten keinen Abschluss – im Bundesdurchschnitt brachen 15,0 Prozent die Schule ab. Bei den Tests zu den Bildungsstandards im Jahr 2009 zeigte sich, dass der Einfluss des sozialen Hintergrunds der Eltern für die Leseleistungen der Kinder geringer und damit besser als im Bundesdurchschnitt war.

Forschungsorientierung (BM 2011: 4. Platz):

Hessen gab im Jahr 2008 mit 123.900 Euro die höchsten FuE-Mittel je Forscher an Hochschulen aus (Durchschnitt: 104.100 Euro). Auch gemessen an den FuE-Ausgaben je Forscher insgesamt im Land ist die Bedeutung der Hochschulen für die Forschungs- landschaft hoch. Gemessen an der Zahl der Professoren wurden im Jahr 2009 viele Habilitationsverfahren abgeschlossen und die Promotionsquoten waren höher als im Bundesdurchschnitt.

Förderinfrastruktur (BM 2011: 11. Platz):

Hessen hat in den letzten Jahren den Ausbau der Förderinfrastruktur vorangetrieben. Das Ganztagsangebot in KITAs lag im Jahr 2010 auf dem Niveau des Bundesdurchschnitts. Nachholbedarf besteht bei den Ganztagsschulen. An Grundschulen besuchten 11,7 Prozent der Schüler eine Ganztagsschule (offen oder gebunden), der Bundesdurchschnitt betrug 21,5 Prozent. Besonders gering ist das Angebot an gebundenen Ganztagsschulen in der Sekundarstufe 1. Hier belegte Hessen mit einem Schüleranteil von 2,2 Prozent den zweitschlechtesten Wert der Bundesländer (Durchschnitt: 14,2 Prozent).

Internationalisierung (BM 2011: 15. Platz):

In allen Indikatoren des Handlungsfeldes weist Hessen unterdurchschnittliche Werte auf. Dies galt für das Jahr 2009 für den Anteil der Grundschüler (HE: 51,2 Prozent; Durchschnitt: 69,1 Prozent) und Berufsschüler (HE: 25,9 Prozent; Durchschnitt: 31,2 Prozent) mit Fremdsprachenunterricht, den Anteil der Bildungsausländer an allen Studierenden (HE: 8,4 Prozent; Bundesdurchschnitt: 8,8 Prozent) und den Anteil der Gastwissenschaftler am wissenschaftlichen Personal. Auch die Zahl der Hochschulkooperationen je Hochschule liegt im Jahr 2011 unter dem Bundesdurchschnitt.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Hessen. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Hessen im Bildungsmonitor 2011 der INSM

Informationen für Presse

Das Bestandsranking 2011 nach Einzelindikatoren

Klicken Sie hier, um den Zustand der Bildungssysteme in Ihrem Bundesland an Hand von 39 Einzelindikatoren zu vergleichen - von A wie Ausbildungsstellenquote bis P wie Promotionsquote.

Haben Sie Fragen?

Julia Saalmann
Telefon: 030 - 278 77 - 178

Weitere Veröffentlichungen