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Das Bestandsranking 2008

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Der Bildungsmonitor 2008 - Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Der Bildungsmonitor 2008 von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft BrandenburgBrandenburg Platz 14

Brandenburgs Ausbildung ist international

Hohe Fremdsprachenquote in der Lehre und viele ausländische Studierende an den Hochschulen +++ Gute Integration von Schülern +++ Defizite bei beruflicher Bildung und Akademisierung

Brandenburg belegt mit 57,82 Punkten Platz 14 in der wissenschaftlichen Bildungsstudie "Bildungsmonitor 2008", die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) 2008 zum fünften Mal erstellt wurde. Diese umfassende Analyse des föderalen Bildungssystems in Deutschland bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand 2006), inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.

Gegenüber dem Vorjahr konnte sich das Bundesland um 3,21 Punkte verbessern. Herauszuheben sind die Handlungsfelder Förderbedingungen (+6,36) und Akademisierung (+5,47). Bestnoten bekommt Brandenburg beim Thema Bildungschancen. Diese sind für alle Kinder relativ gleich – unabhängig von der Herkunft Eine weitere Stärke ist die Internationalisierung – hier erreicht Brandenburg den zweiten Platz unter den Bundesländern. Schwächen liegen im Bereich der beruflichen Bildung und der Ausbildung des akademischen Nachwuchses (jeweils Platz 15). Auch bei der Forschungsorientierung im Bildungssystem besteht Verbesserungsbedarf.

Brandenburg gehört im Bildungsmonitor 2008 zu einem breit gefächerten Mittelfeld, das von Niedersachsen auf Rang 5 bis NRW auf Rang 15 reicht. Niedersachsen schneidet auf Rang 5 leicht besser ab als der Bundesdurchschnitt. Die insgesamt bisher erzielten bundesweiten Fortschritte im Bildungswesen dokumentiert NRW auf Rang 15. Das Bundesland erreicht mittlerweile eine Punktzahl, die fast dem Siegerwert aus dem Bildungsmonitor 2004 entspricht. Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern bilden erneut das Führungsquartett, während Mecklenburg-Vorpommern mit bereits deutlichem Abstand auf Platz 16 rangiert, obwohl es gegenüber 2004 ebenfalls erhebliche Zuwächse verzeichnen konnte.

Zu einzelnen Handlungsfeldern in Brandenburg

Internationalisierung (2. Platz):

Beim Handlungsfeld Internationalisierung im Bildungswesen erreicht Brandenburg nach Bremen den zweitbesten Wert. Zu verdanken ist das dem erweiterten Einsatz von Fremdsprachenunterricht in beruflichen Schulen: rund 87 Prozent der Berufsschüler besuchen im Rahmen ihrer Ausbildung einen fremdsprachlichen Unterricht (Bundesdurchschnitt: 29,4 Prozent). Im Ausland scheinen die Hochschulen zudem gute Kontakte geknüpft zu haben. Es kamen 2006 mit 11,5 Prozent aller Studierenden nicht nur überdurchschnittlich viele Studierende aus dem Ausland zum Studieren nach Brandenburg, sondern es zog auch viele Gastwissenschaftler an. Sie machten 2006 20 Prozent des wissenschaftlichen Personals an Hochschulen aus (Bundesdurchschnitt: 14,5 Prozent).

Integration (1. Platz):

Hier erreicht Brandenburg die höchste Punktzahl aller Bundesländer. Die Ergebnisse von PISA 2003 zeigten auf, dass der sozioökonomische Hintergrund der Schüler im Bundesland am wenigsten für deren Lernkompetenzen verantwortlich ist (bester Wert in Deutschland). Aber auch ein anderer Vergleich bescheinigt eine relativ ausgeglichene Erfolgsquote: Mit 13,4 Prozent ist der Anteil der Absolventen ohne Schulabschluss unter den ausländischen Jugendlichen der geringste in Deutschland (Bundesdurchschnitt 16,8).

Zeiteffizienz (7. Platz):

Mit knapp 15 Prozent wies das Land 2006 mit Abstand die meisten Kinder auf, die verspätet eingeschult wurden (Bundesdurchschnitt: 4,8). Der bewusste Umgang mit dem wertvollen Gut Bildungszeit wird auch durch den hohen Anteil von Ausbildungsabbrüchen belastet – er lag 2006 mit 24,1 Prozent über dem deutschen Durchschnitt. Im Sekundarbereich I kann Brandenburg dagegen eine sehr niedrige Wiederholerquote vorweisen: Nur 1,9 Prozent des Jahrgangs musste 2006 eine Klasse wiederholen.

Berufliche Bildung (15. Platz):

Die berufliche Bildung bleibt das Manko im brandenburgischen Bildungswesen. Mit nur 75,6 Prozent schließen hier die wenigsten Jugendlichen ihre Berufsausbildung erfolgreich ab (Bundesdurchschnitt: 85,7 Prozent). Diese Quote ist unter anderem auch deshalb bedenklich, weil gleichzeitig das Angebot an entsprechenden Ausbildungsstellen mit am niedrigsten ist: für nur 41,6 Prozent eines Jahrgangs können betriebliche Ausbildungsstellen zur Verfügung gestellt werden (Bundesdurchschnitt: 55,1). Entsprechend hoch ist der Anteil derjenigen, die auf Lehrgänge ausweichen müssen, die zu keinem voll qualifizierenden beruflichen Abschluss führen.

Akademisierung (15. Platz):

Die Zahl der Hochschulabsolventen war 2006 mit 1,1 Prozent an der Bevölkerung in Brandenburg zwischen 25 und 40 Jahren sehr niedrig. Zudem verlassen deutlich mehr junge Menschen das Bundesland und studieren außerhalb als Studierende aus anderen Ländern nach Brandenburg wechseln. Ferner nutzt Brandenburg nicht die Chance, die eine Kombination von beruflicher und akademischer Ausbildung bietet. Duale Studiengänge sind fast gar nicht existent (geringster Anteil aller Bundesländer).

Hintergrund der Studie

In die Studie Bildungsmonitor 2008 werden 102 Indikatoren einbezogen – darunter zum Beispiel Kennzahlen zur Ganztagsbetreuung, PISA-Ergebnisse, relative Abschlussquoten von Ausländern, Schulabbrecher, Studienberechtigtenquoten, Ingenieurabsolventen (siehe Anhang). Die zu Grunde liegenden Daten beziehen sich zumeist auf das Jahr 2006: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen keine aktuelleren statistischen Daten in Deutschland vor. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2008 auch mit den Vorjahren verglichen. So gibt die Studie auch darüber Auskunft, welches Bundesland die größten Verbesserungen in seinem Bildungssystem erreicht hat.

Das vollständige Profil als PDF-Download

Hier finden Sie alle Informationen über Brandenburg. Laden Sie das komplette Profil und eine Tabelle mit allen Indikatoren und Vergleichswerten herunter.

Das Profil von Brandenburg im Bildungsmonitor 2008 der INSM

Informationen für Presse

Das Bestandsranking 2008 nach Einzelindikatoren

Klicken Sie hier, um den Zustand der Bildungssysteme in Ihrem Bundesland an Hand von 39 Einzelindikatoren zu vergleichen - von A wie abgebrochene Ausbildungen bis P wie PISA-Test.

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Christoph Windscheif
Telefon: 030 - 278 77 - 177

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